Die in 2017 beschlossene Steuererhöhung hat viele Rasteder erzürnt, insbesondere wegen des etwa zeitgleich bekannt gewordenen Ankaufs des Palais für 3,1 Millionen Euro. Das passte für die Menschen nicht zusammen. Als dann im April herauskam, dass die Gemeinde das Jahr 2017 statt mit einer Million Euro Defizit mit einem Überschuss von drei Millionen Euro abgeschlossen hatte, brachte das so manchen Bürger richtig auf die Palme.

Nun gibt’s den nächsten Geldregen – und die Gemeinde steht erneut nicht so schlecht da, wie es schon seit Jahren von der Verwaltung beschworen wird. Der Schuldenstand ist niedrig, neue Kredite müssen, wenn überhaupt, wohl nur in geringem Umfang aufgenommen werden. Zu beachten ist allerdings: Eventuell muss ein Teil der Gewerbesteuernachzahlungen erstattet werden, wenn die Kläger erfolgreich sind.

Schwarzmalerei ist dennoch fehl am Platze. Stattdessen wäre gegenüber den Bürgern eine Erklärung fällig: Warum müssen sie trotz außergewöhnlich positiver Haushaltsentwicklung die höchsten Steuern im Ammerland zahlen, eine Regengebühr abführen und Straßenausbaubeiträge zahlen? Eine befriedigende Antwort könnte ein Anfang sein, das gebrochene Vertrauen zu Verwaltung und Politik wieder herzustellen.


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