Bad Zwischenahn Nicht auf dem richtigen Weg sehen UWG, FDP und Teile der Grünen die Gemeinde nach der Ratsentscheidung zur Erweiterung der Onkologie am Reha-Zentrum am Meer im Landschaftsschutzgebiet. Die Ausweitung des Angebots an sich wird hingegen weitgehend positiv gesehen.

„Wir als UWG akzeptieren demokratische Mehrheiten bei Abstimmungen. Ob sich die im Rat gefällten Entscheidungen für die Zukunft als richtig erweisen, muss sich noch zeigen“, meint Diethard Dehnert. Dass die KBG von diversen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Kosten entlastet werden musste, sei eine grundsätzliche Forderung der UWG seit 2011 gewesen. Diese sei durch Übernahme von 50 Prozent des Verlustes aus dem Wellenbad nun umgesetzt worden. „Diese richtigen Entscheidungen ermöglichen der KBG den in den Jahren entstandenen und nicht unbedeutenden Reparatur und Unterhaltungsstau abzubauen.“ Die Chance auf ein Ganzjahresbad sei vertan worden.

Mehrere Abstimmungen

Im Gemeinderat war über den Komplex Wellenhallenbad/Erweiterung Onkologie in mehreren Beschlüssen entschieden worden.

Erweiterung am Standort Wellenbad: Ja: 16, Nein, 19, Enthaltung: 1

Erhalt Wellenbad/Teilung des Defizits: Ja: 22, Nein: 11, Enthaltung: 2

Teilaufhebung Landschaftsschutzgebiet: Ja: 28, Nein: 5, Enthaltung: 2

Änderung Bebauungsplan/Flächennutzungsplan: Ja: 28, Nein: 5, Enthaltung: 2

Unterschiede in der Stimmenanzahl sind durch die Abwesenheit eines UWG-Ratsherrn bei den letzten drei Abstimmungen bedingt.

Als „finanzpolitischen Irrsinn“ bezeichnet hingegen FDP-Ortsvorsitzender Michael Cordes die Übernahme des Wellenbades durch die Gemeinde. Die Chance, das defizitäre Wellenbad abzustoßen, sei wieder einmal verpasst worden.

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Die „Eigentums-Rumschieberei“ zwischen Gemeinde und Kurbetriebsgesellschaft ändere nichts an der Tatsache, dass das Wellenbad keine Zukunft mehr habe, so Cordes. „Wieder übernimmt die überschuldete Gemeinde Aufgaben, die sie nicht meistern wird. Ganz zu schweigen von den Steuergeldern, die in dieses Subventionsloch gestopft werden müssen.“ Bereits in der Vergangenheit seien öffentliche Fördermittel für den Bau des Sole-Außenbeckens investiert worden, die sich bis dato nicht rentiert hätten.

Anja Bösche, Inga Brettschneider und Edgar Autenrieb (alle auch Bürgerinitiative Bad Zwischenahn) betonen derweil, dass sie als einzige Mitglieder der Grünen-Fraktion gegen eine Bebauung im Landschaftsschutzgebiet ausgesprochen hätten – wie auch die UWG-Mitglieder Jan Hullmann und Diethard Dehnert. Die übrigen Grünen hätten sich enthalten oder dafür ausgesprochen.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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