Edewecht „Wir haben einiges erreicht mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD). So gingen bei der Einführung der Kindererziehungszeiten als Rentenanspruch die Kriegerwitwen früher alle leer aus. Mit Hilfe des SoVD wurde eine Mütterrente für alle Frauen über 65 Jahre eingeführt.“ Stolz berichtet Heidemarie Michaelsen, ehemalige Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Edewecht, von den Erfolgen, die der Sozialverband im Laufe seiner Geschichte erreicht hat.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde 1948 in Edewecht eine Ortsgruppe des damaligen Reichsbundes der Kriegs- und Wehrdienstopfer gegründet. Der Reichsbund entstand in Deutschland bereits 1917, um sich um die Opfer des Ersten Weltkrieges zu kümmern. Heidemarie Michaelsen ist seit dem 1. April 1986 dabei, damals als Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle. Zwei Jahre später rückte sie in den Vorstand auf, um anschließend 18 Jahre als Vorsitzende zu fungieren. „26 Jahre war ich in der Vorstandsarbeit tätig, vor wenigen Jahren habe ich mich von dieser Arbeit zurückgezogen“, so die 75-Jährige.

Als Heidemarie Michaelsen anfing, hatte die Ortsgruppe Edewecht des SoVD 132 Mitglieder, heute sind es gut 600. „Bei uns sind alle Generationen vertreten, wobei der Schwerpunkt sicherlich jenseits der 60 liegt, was das Alter der Mitglieder betrifft“, macht Freia Taeger, seit kurzem neue Vorsitzende, deutlich. „Dennoch sind wir kein Seniorenclub.“ Die Themen, für die sich der SoVD Deutschland annähme, seien entsprechend vielschichtig. „Die sozialpolitischen Themen wie Rente, Altersarmut, Arbeitslosigkeit und deren Folgen, aber auch die Situation in den Alten- und Seniorenwohnheimen, gehören dazu.“

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Für die Ortsgruppe Edewecht habe aber auch die Förderung der sozialen Kontakte einen hohen Stellenwert. „Tagesausflüge oder Treffen zu einem gemeinsamen Essen gehören dazu“, sagt Klaus-Peter Plötz, stellvertretender Vorsitzender. „Dabei werden gesellige Veranstaltungen immer mit einem sozialen Thema gekoppelt. Informationen über Entwicklungen in der Sozialpolitik sind uns sehr wichtig.“ Auch der Bingo-Nachmittag, der seit zehn Jahren an jedem letzten Dienstag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr im Gasthof „Am Markt“ in Edewecht stattfindet, sei ähnlich strukturiert. „Auch hier wird ein sozialpolitisches Thema in den Mittelpunkt gestellt, bevor Bingo gespielt wird“, so Plötz.

Am Samstag, 25. August, wird die Ortsgruppe Edewecht des SoVD ihren 70. Geburtstag feiern. Die Vorbereitungen dazu sind so gut wie abgeschlossen. Ab 10 Uhr beginnt der offizielle Teil in der Außenstelle des Gymnasiums. Neben der Bürgermeisterin und dem Landrat wird der stellvertretende SoVD-Vorsitzende des Landesverbandes erwartet, dazu auch Vertreter gemeinnütziger Organisationen und Institutionen. „Vor allem der Austausch ist uns an diesem Tag sehr wichtig. Kontakte sollen geknüpft werden. Wir verstehen uns als Solidargemeinschaft, wo nach Möglichkeit jeder jedem helfen kann“, so Freia Taeger. Für Musik sorgt an diesem Tag die Gruppe „Keine halben Sachen“ aus Westerscheps.

Wer an der SoVD-Feier teilnehmen möchte, muss sich aus organisatorischen Gründen bis 10. August bei Linda Roßkamp, Telefon 0 44 05/ 48 25 65 anmelden..

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