Bad Zwischenahn Blicke in die Geschichte von Bad Zwischenahn gab es 100 Jahre nach der Verleihung des Titels „Bad“ bereits viele. Bei der traditionellen Gesprächsrunde der NWZ während der Bad Zwischenahner Woche sollte es um die Zukunft gehen. NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann plauderte auf der Bühne vor der Wandelhalle mit Kurdirektor Nobert Hemken, Heike Thomas, Hoteldirektorin im Haus am Meer, und Christian Wandscher, Geschäftsführer im Park der Gärten, über Wünsche und Pläne für die Zukunft von Reha-Wesen und Tourismus. Welche Angebote brauchen Gäste? Wie müssen sich Gastronomiebetriebe entwickeln? Welche Altersschichten sollen angesprochen werden? Wo hakt es bei der Infrastruktur?

Veranstaltungen

2019 gab es neue, erfolgreiche Großveranstaltungen. Braucht Bad Zwischenahn mehr davon? „Bad Zwischenahn kann Großveranstaltungen, nicht nur im Jubiläumsjahr“, davon ist Norbert Hemken überzeugt. Das zeige gerade die Zwischenahner Woche. Auch die Lichternacht, bis vor einigen Jahren selbst noch Teil der „Woche“, habe jedes Jahr wachsende Besucherzahlen. „Solche Veranstaltungen werden überregional wahrgenommen und schaffen Reiseanlässe und bringen neue Gäste.“

Übernachtungen

Die Übernachtungszahlen in Bad Zwischenahn wachsen – und das könnte durchaus weiter gehen. Neue Zielgruppen möchte Heike Thomas, die sich auch im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) engagiert, für Bad Zwischenahn gewinnen. Und deshalb ist der Hoteldirektorin auch nicht bange angesichts von neuen Mitbewerbern wie einem geplanten Hotel auf dem ehemaligen Bundeswehrkrankenhausgelände in Rostrup. „Mein Traum wäre ein Großmutter-Großvater-Enkelkind-Arrangement. Da fehlt aber noch Angebot. Wenn neue Hoteliers das angreifen, wäre das toll.“ Die Gastronomie müsse für die Zukunft – auch mit Hilfe der Politik – vor allem daran arbeiten, Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden, so Thomas.

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Reha-Wesen

Das Programm der „Woche“ am Samstag und Sonntag

Samstag, 17. August

Ab 9 Uhr: Kinder- und Jugendflohmarkt in der Bahnhofstraße 9 bis 13 Uhr: Bücherflohmarkt, Kath. öffentliche Bücherei, Auf dem hohen Ufer 17 Ab 10 Uhr: Kunst- und Handwerkermarkt auf der Meile 13 Uhr: Konzert mit dem Shanty-Chor Bad Zwischenahn, Ufergarten 14 bis 18 Uhr: Kleinkünstler-Treffen auf der „Meile“ 14 bis 15.30 Uhr: Hip-HopTanzshow, JZ United, Marktplatz-Bühne 15 Uhr: Konzert mit dem Duo Leuchtfeuer, Bühne vor der Wandelhalle

16 bis 17 Uhr: Dennis Heyen als „Andreas Gabalier“, Marktplatz-Bühne 18 bis 24 Uhr: Musik mit „Cover Deal“, Marktplatz-Bühne, zwischendurch, von 21.30 bis 22.15 Uhr: 19 Uhr: Musik mit „Alpenstarkstrom“, Bühne im Ufergarten 19.30 bis 24 Uhr: Stimmungsvoller Abend mit „The Stingrays“ 22 Uhr: Es geht rund mit DJ Rosi, im Ufergarten

Sonntag, 18. August

9 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst im Ufergarten 11 Uhr: Frühschoppen, im Ufergarten 11 bis 18 Uhr: Kunst- und Handwerkermarkt auf der „Meile“ 12 bis 15 Uhr: Musik mit „Cool Breeze“, Marktplatzbühne 15 Uhr: Festumzug durch den Ort, Start 18 Uhr: Wahl der Bad Zwischenahner Meerprinzessin, Moderation: Lars Vegas 18 bis 22.30 Uhr Feiern im großen Stil mit DJ Lars Krüger, Marktplatz-Bühne 18.30 Uhr Prämierung der Beiträge des Festumzuges, Marktplatz-Bühne 19 Uhr: DJ Rosi – Musik bis zum Feuerwerk 20.30 Uhr: Ziehung der 20 Hauptgewinne der Tombola 22.30 Uhr Großes Abschlussfeuerwerk über dem Zwischenahner Meer.

Auch die Reha-Klinik verzeichnet steigende Zahlen und reagiert darauf unter anderem mit der aktuellen Erweiterung der Onkologie. Noch mehr Menge ist aber nicht das große Ziel von Norbert Hemken. „Wir machen uns mehr Gedanken darüber, wie wir unser Medizinisches Programm verbessern und Prävention, ambulante, stationäre Medizin und Nachbehandlung im Ammerland vernetzen.“

Infrastruktur

Tourismus braucht eine funktionierende Infrastruktur. In das Erscheinungsbild der Wandelhalle wurde zwar für das Jubiläumsjahr investiert, trotzdem sei sie für einige Veranstaltungen zu klein, und auch die Akustik lasse zu wünschen übrig, gab Hemken zu. Mittelfristig habe die Gemeinde bereits eine Erneuerung geplant – ob das ein Um- oder Neubau sein werde, werde jetzt auch in den politischen Gremien diskutiert. Das Thema Verkehr beschäftigte vor allem viele Zuhörer vor der Wandelhalle. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, Autos zumindest am Wochenende aus dem Ort zu verbannen, auch die oft beengten Radwege wurden angesprochen. Es gebe intelligentere Lösungen als einen autofreien Ort, so Hemken, und auch für Heike Thomas war klar, dass Gäste mit dem Auto anreisen wollen.

Der Park der Gärten ist eine der Hauptattraktionen in der Gemeinde. Umwälzende Veränderungen oder gar eine größere Fläche wünscht sich Christian Wandscher nicht, wohl aber, wie schon in den vergangenen Jahren seit der Landesgartenschau 2002, laufend kleine Verbesserungen und Veränderungen.

Zukunftswünsche

Durchaus größere Ideen hatte Wandscher aber zur Frage von Lars Reckermann, was die Gesprächsgäste Bad Zwischenahn für die Zukunft wünschen. „Mich würde es begeistern, wenn es in 100 Jahren den Naturpark Bad Zwischenahn gäbe. Es gibt 114 Naturparks in Deutschland, vielleicht wird Bad Zwischenahn der 115.“ „Weiter flexibel bleiben, neue Inspirationen umsetzen, ein wenig Bürokratie beiseite lassen – dann werden wir 200 Jahre alt“, meinte Heike Thomas und Norbert Hemken nahm bereits die Schlagzeile für das Jahr 2119 vorweg: Dann steht in der NWZ: „Bad Zwischenahn, Juwel des Nordens wird 200“.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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