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Bad Zwischenahn Als 2013 zum letzten Mal über neue Windräder in der Gemeinde Bad Zwischenahn diskutiert wurde, formierte sich der Widerstand schnell. Und der ist nicht kleiner geworden, das zeigte sich im Planungs- und Umweltausschuss am Dienstagabend. Der Antrag der Grünen, das Thema Windkraft in der Gemeinde erneut zu prüfen, mobilisierte vor allem Menschen aus der Gegend um das Ekernermoor. Dort liegt einer von drei Standorten, die 2013 im Standortkonzept Windenergie des Landeskreises untersucht wurden. Wie 2013 wollen sich viele Menschen aus der Umgebung auf keinen Fall mit Windrädern in der Nachbarschaft abfinden.

Erstmal abwarten

Das steht aber für die nächsten Jahre auch gar nicht zur Debatte. Denn die Fraktionen im voll besetzten Haus Brandstätter haben am Dienstagabend beschlossen, vorerst gar nichts zu tun. Sie wollen abwarten, welche Regelungen Land und Bund künftig für den Bau von Windenergieanlagen aufstellen. Außerdem warten sie auf den Landkreis. Der will mit einem neuen Regionalen Raumordnungsprogramm auch das Standortkonzept von 2013 erneuern. „Die Daten sind veraltet“, sagt der beim Landkreis zuständige Dezernent Thomas Jürgens. Ein neues Gutachten für den gesamten Landkreis soll kurzfristig in Auftrag gegeben werden. Frühestens ab 2021 werde der Landkreis mit den Gemeinden über die ersten Ergebnisse reden. Das Raumordnungsprogramm werde dann nicht vor 2023 in Kraft treten,. Dann erst könnten die Gemeinden mit eigenen Planungen beginnen.

Und so lange soll auch in Bad Zwischenahn nichts passieren. „Dann allerdings werden wir uns mit dem Thema auseinandersetzen müssen“, sagt Andreas Gronde, Leiter des Planungs- und Umweltamtes. Ob sich überhaupt ein Standort in der Gemeinde finden werde, sei völlig offen. Es sei aber auch möglich, dass die Gemeinde am Ende gezwungen sei, neue Flächen auszuweisen.

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Szenen-Applaus

Nicht nur die gesetzlichen Regeln sind es, die Ulf Burmeister von der CDU bewegten. Er sieht unter anderem ungeklärte Fragen zu Gesundheitsgefahren durch den Schall von Windrädern und zum Recycling von gesundheitsgefährdenden Baustoffen. Für seinen Beitrag gab es Szenen-Applaus aus dem Publikum.

Für die Grünen komme es vor allem darauf an, den bestehenden Standort in Aschhausen zu erhalten, so Karin Rohé, die den Antrag der Grünen bis zur Klärung der offenen Fragen zurückgezogen hat. Für die Grünen stehe ohnehin fest, das ein neuer Standort nur nach einer genauen Prüfung möglich sei. Das Ekernermoor, wie Moorflächen generell, seien sicher kein geeigneter Standort. Das sah auch Gunda Bruns von der ÖDP so. „Niemand von uns will dort Windkraftanlagen Deshalb ist es wichtig, dass wir die Planung in unserer Hand behalten und uns nicht von außen überfahren lassen.“ Auch Frank Arntjen (SPD) hält vom Standort Ekernermoor überhaupt nichts. „Irgendwo muss der Strom aber herkommen“, sagt er gegenüber der NWZ. „Und wenn wir gezwungen sind, Flächen auszuweisen, müssen wir die bestmögliche finden.“

Viele Zuhörer im Saal waren nicht beruhigt und fürchten um die unberührte Natur. „Ich lade Sie ein, sehen Sie sich an, was durch Windräder zerstört werden würde“, sagte einer Zuhörer.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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