Seit 15 Jahren leistet der Gedenkkreis Wehnen seine Arbeit ehrenamtlich und hat damit Licht in ein sehr dunkles Kapitel in der Geschichte des Oldenburger Landes gebracht. Längst sind nicht mehr alle dabei, die diese Arbeit einst begonnen haben. Dabei wird sie heute immer wichtiger, gerade wenn es darum geht, jungen Leuten einen Einblick zu geben – in die Geschichte der Opfer, aber auch in die Köpfe der Täter, die völlig überzeugt waren, das Richtige zu tun, als sie ihre Patienten bewusst dem Hungertod überantworteten.

Es ist bestimmt nicht leicht oder populär, sich gerade den Verbrechen zu stellen, die vor der eigenen Haustür geschehen sind, aber es ist richtig und wichtig. Zu wichtig, um eine kleine Gruppe von Ehrenamtlern mit dieser Aufgabe alleine zu lassen.

Gerade angesichts der unrühmlichen Forderungen nach einer „erinnerungspolitischen Wende“ sollten alle Verantwortlichen von Gemeinden, Kreisen und Stiftungen überlegen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, die Zukunft der Gedenkstätte auf Dauer zu sichern.


@ Den Autor erreichen Sie unter 
Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.