Apen Der aktuelle Schuldenstand der Gemeinde Apen liegt bei 3,65 Millionen Euro. Durch die drei großen Bauprojekte (Dockgelände, Anbau IGS, Bau eines Familienzentrums) wächst der Schuldenstand bis 2021 auf 9,95 Millionen Euro an.

„In diesem Jahr sind einige Brocken hinzugekommen, die vorher nicht eingeplant waren. Wir sollten aufpassen, dass es bei einer Entschuldung 2022 und 2023 bleibt“, sagt Ratsmitglied Hartmut Orth (UWG) während der Sitzung des Finanzausschusses.

Keine Schwarze Null

Im vorherigen Finanzausschuss vom 5. November wurde für 2020 ein Jahresergebnis von Minus 389 400 Euro prognostiziert. „Nach aktuellem Sachstand ist es ein Minus 115 000 Euro“, trägt Finanz-Fachbereichsleiter Lars Kock seine Ergebnisse vor.

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PDF-Grafik: Entwicklung des Schuldenstands

Damit ist das Jahresergebnis für 2020 mit 273 600 Euro besser, als noch in der letzten Sitzung vermutet. „Natürlich hätten wir auch mit Ach und Krach die Schwarze Null schaffen können, aber damit hätten wir unsere Projekte deutlich beschnitten“, meint Bürgermeister Matthias Huber.

Schuldenstand

Der aktuelle Schuldenstand der Gemeinde Apen steht bei 3,65 Millionen Euro. Pro Einwohner sind das 312 €Euro Schulden. Bis Ende 2021 werden sich die Schulden der Ammerland-Gemeinde auf 9,95 Millionen Euro fast verdreifachen. Zum Vergleich: Rastede investiert 2020 rund 7,3 Millionen Euro. Der Schuldenstand könnte dort bis 2023 auf 34 Millionen Euro steigen.

In Apen liegt die aktuelle Neuverschuldung für 2020 bei 3,125 Millionen Euro – 246 000 Euro mehr als in der vorherigen Sitzung geplant. Damit wächst der Schuldenstand bis Ende 2020 auf 6,776 Millionen Euro an. 2021 steht der Schuldenstand bei 9,956 Millionen Euro.

Ab 2022 ist ein erster Schuldenabbau vorgesehen. „Wir planen ab 2022 eine Entschuldung von 95 000 Euro ein“, berichtet Lars Kock. „Für 2023 sind derzeit 598 000 Euro Entschuldung in unserer Prognose“, sagt der Kämmerer. Im letzten Abschnitt der Ausschusssitzung stellte der Finanzchef vor, dass die Gemeinde keine weiteren Projekte annehmen sollte. Dem Investitionsprogramm bis 2023 sowie dem Haushalt 2020 stimmten alle Ratsmitglieder zu.

„Natürlich nehmen wir in nächster Zeit Gelder auf. Wir schaffen Werte für die Bürger. Kinderbetreuung, Kitas, ein Familienzentrum und der Ausbau unserer Infrastruktur erhöhen die Attraktivität unserer Gemeinde“, resümiert Johann Hasselhorst, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Apen.

Der Anbau an der IGS Augustfehn ist mit 3,4 Millionen Euro die größte Investition 2020.

Dann folgen der Ausbau der Schulstraße mit 1,52 Millionen Euro und das geplante Familienzentrum für 1,3 Millionen Euro.

Investieren, nicht sparen

„Bei den Investitionen entspricht alles unseren Kalkulationen“, berichtet Lars Kock. Demnach kostet der Anbau an der IGS Augustfehn aller Voraussicht nach 5,1 Millionen Euro von 2018 bis 2021. Die Gemeinde Apen trägt hierbei einen Eigenanteil von 3,395 Millionen Euro.

Bei dem zweiten Großprojekt, dem Ausbau der Schulstraße, sollen im Jahr 2020 1,52 von 1,575 Millionen Euro gestemmt werden, was den Großteil der Investition ausmacht. Die Umwandlung der Grundschule Augustfehn II in ein Familienzentrum kostet insgesamt 2,3 Millionen Euro. Die Gemeinde Apen trägt hierbei einen Eigenanteil von 1,05 Millionen Euro. Auch bei diesem Projekt soll 2020 der Großteil der Investitionssumme mit 1,3 Millionen Euro bezahlt werden.

Michael Diederich Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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