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Rastede Es war wohl die Geburtsstunde eines organisierten Rennsports in Oldenburg, als am 16. Februar 1902 der Oldenburgische Rennverein gegründet wurde. Was damals freilich noch niemand wissen konnte: Diese Vereinsgründung würde eines Tages auch von Bedeutung für Rastede sein.

Aber von vorne: Es waren Offiziere der damals in Oldenburg stationierten Reiterregimenter, wie des 19. Dragonerregiments, die großes Interesse am Pferderennsport hatten. Heute auf den Tag genau vor 115 Jahren hoben sie deshalb den Oldenburgischen Rennverein aus der Taufe und veranstalteten fortan Galopp- und Trabrennen.

Renntag am 11. Juni in Rastede

Der Traditionsrenntag des Oldenburger Landesrennvereins findet am Sonntag, 11. Juni, auf dem Turnierplatz im Rasteder Schlosspark statt. Wie Karin Kunze vom Landesrennverein mitteilt, beginnt das abwechslungsreiche Programm mit verschiedenen Wettbewerben um 12.30 Uhr. Der Verein führt die Tradition des 1902 gegründeten Oldenburgischen Rennvereins fort. Er veranstaltet Galopp- und Trabrennen, ergänzt um Ponyrennen und zuletzt Rennen mit arabischen Vollblütern.

    www.oldenburgerlandesrennverein.de

Diese Tradition bewahrt bis heute der Oldenburger Landesrennverein, der nach dem 1. Weltkrieg aus dem Oldenburgischen Rennverein hervorgegangen war. Einmal im Jahr veranstaltet er auf dem Turnierplatz im Rasteder Schlosspark den Traditionsrenntag. Seit 1987 ist die Veranstaltung fester Bestandteil im Rasteder Terminkalender.

Turbulente Zeiten

Bevor der Verein in Rastede seine Heimat fand, durchlebte er turbulente Zeiten. Die ersten Rennen fanden auf dem Exerzierplatz in Oldenburg statt. Ab 1907 wurden sie dann auf einem neu geschaffenen Rennplatz in Ohmstede ausgetragen. Dort gab es getrennte Galopp- und Trabrennbahnen, Tribünen und ein Totalisatorgebäude, um Wetten zu platzieren – perfekte Bedingungen für die Rennen.

Mit dem Frühjahrsrennen im Jahr 1939 endete die Ära der Ohmsteder Rennbahn. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager genutzt und nach dem Ende des Krieges und dem Abbruch der Tribünen nicht wieder ihrer alten Bestimmung zugeführt, heißt es in einer Chronik des Landesrennvereins.

„Heute erinnert noch die Rennplatzstraße in Oldenburg an diese einstmals historische Austragungsstätte für Pferderennen“, sagt Karin Kunze vom Oldenburger Landesrennverein. Fährt man heute die Rennplatzstraße bis zum Hochheider Weg, wo sich früher der Haupteingang und die Sattelboxen befanden, und dann weiter über Hochheider Weg und Schellsteder Straße zurück zur Rennplatzstraße, so lässt sich ungefähr die Größe der damaligen Anlage erahnen.

Rennen in Rastede

Als 1949 die Rennbahn im Rasteder Schlosspark eingeweiht wurde, konnten dort die Pferdesportveranstaltungen wieder aufgenommen werden. Dies war auch die Geburtsstunde des bis heute beliebten Oldenburger Landesturniers. Anfangs übernahm der Reiterverein Hahn die Regie, später der Renn- und Reitverein Rastede.

Im Sommer 1987 läutete der Oldenburger Landesrennverein im Zuge des Landesturniers in Rastede die Startglocke zum Wiederbeginn der Galopp- und Trabrennen. Seitdem veranstaltet der Verein alljährlich seinen Traditionsrenntag mit Galopp- und Trabrennen, auf die auch gewettet werden kann, und für den reiterlichen Nachwuchs Ponyrennen.

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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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