Edewecht Ohne ihn hätte es den Aufschwung des Handballs in Edewecht nicht gegeben. Mit seinem Engagement hatte er dafür gesorgt, dass es sogar hochklassige Bundesliga-Partien in der Halle am Breeweg, der späteren Heinz-zu-Jührden-Halle, zu erleben gab. Viele Partien bleiben unvergessen.

Dabei fing der Handballsport in Edewecht ganz klein an. 1961 gründete Manfred Trepper die Abteilung. Zunächst spielten die VfL-Teams aber nur auf Kreisebene. Ab 1992 kümmerte sich Trepper als Manager des Teams verstärkt um den weiteren Aufstieg. Auf diesem Weg konnte er mit seiner Begeisterung viele andere mitnehmen und mit seinem Engagement zahlreiche Unterstützer gewinnen. Ein Förderverein wurde ins Leben gerufen. Heimische Sponsoren sorgten für die wirtschaftliche Grundlage für den angestrebten höherklassigen Handball. Viele spielstarke Akteure wurden für das Team gewonnen und die Zuschauerzahlen gingen kontinuierlich nach oben. Von der Bezirksliga stieg die Mannschaft über die Weser-Ems-Liga, Verbandsliga, Oberliga bis 2001 in die Regionalliga auf.

Bis zu diesem Zeitpunkt war das Projekt VfL Edewecht noch so etwas wie ein Familienunternehmen. Die beiden Söhne von Manfred Trepper, Utz und Knut, gehörten auch zum Team. Manfred Trepper drängte dann auf eine weitere Professionalisierung und baute das „Team hinter dem Team” aus. Er gründete für die Sponsorensuche eine Spielbetriebsgesellschaft. Für die Regionalliga gewann er Holger Niekamp als Coach. Ein großer Coup gelang ihm mit der Verpflichtung des polnischen Ex-Nationalspielers Arek Blacha, zunächst als Spieler und dann als Trainer. Mit ihm gelang der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte: Ganz Edewecht stand Kopf, als 2009 der Aufstieg in die 2. Bundesliga glückte. Ab jetzt standen Partien gegen Rostock, Schwerin, Essen, Varel, Wilhelmshaven oder Nordhorn auf dem Spielplan. Immerhin zwei Spielzeiten hielt sich der VfL in der Zweiten Liga. Die Dritte Liga schien dann aber die angemessenere Spielklasse für den VfL zu sein.

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Trepper jedoch erlebte seinen Tiefpunkt als Handballmanager. Er hatte sich eigentlich schon in den Ruhestand verabschiedet, musste aber hinnehmen, dass in seiner Nachfolge der VfL Insolvenz anmelden musste. In der Folge verlor das Team die Spielberechtigung für die Dritte Liga und die Oberliga. Manfred Trepper wurde noch einmal aktiv und konnte erreichen, dass die Talfahrt des VfL mit der Eingliederung des Teams in die Verbandsliga gestoppt wurde. Inzwischen spielt die Mannschaft bekanntlich wieder in der Oberliga und hat nach wie vor einen sehr guten Zuschauerzuspruch.

Die Begeisterung in Edewecht für den Handball, angefacht von Manfred Trepper, bleibt ungebrochen. Trepper verstarb am vergangenen Donnerstag im Alter von 80 Jahren.


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Manfred Hollmann Lokalsport / Redaktion Westerstede
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