Spohle Am frühen Sonntag-Mittag musste die Auto-Cross-Veranstaltung in Spohle gezwungenermaßen eine längere Pause einlegen. Bei einem Rennen hatte sich ein Auto überschlagen, ein zweiter Wagen wurde dabei ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Da der Fahrer verletzt wurde, musste er von Mitgliedern des Deutschen Roten Kreuzes versorgt werden, bevor er dann ins Krankenhaus gebracht werden konnte.

„Wir hoffen, dass es ihm bald wieder besser geht“, so Dennis Gorski, der Rennleiter des Autocross-Rennens in Spohle. „In den letzten Jahren hatten wir im Schnitt vielleicht einen Überschlag, heute waren es bereits drei. Dabei ist die Bahn bestens präpariert, hat einen guten Untergrund und staubt nicht so sehr.“ Da auf der Geraden bis zu 80 Stundenkilometer erreicht werden können, kann es immer wieder passieren, dass die anschließende Kurve von Fahrern unterschätzt wird.

Dass der Autocross-Sport nicht ganz ungefährlich ist, bestätigte auch Daniel Bouwman. Der Niederländer, der seit drei Jahren in Petersfeld wohnt, hat auch schon einige Überschläge erlebt. Die Fahrzeuge sind durchweg mit Überrollbügel und anderen Sicherheitsfunktionen ausgestattet, dazu müssen die Piloten schwer entflammbare Schutzkleidung tragen. Trotz des Spektakels, das die Autocross-Rennen nach außen hin vermitteln, steht die Sicherheit der Fahrer ganz oben an.

Seit drei Jahren organisiert der Verein Autocross (AC) Spohle das Spektakel. Das Gelände, vom Landwirt Uwe Schröder zur Verfügung gestellt, wird in der Woche vor dem Renntag entsprechend vorbereitet. Es entsteht eine 600 Meter lange Bahn, auf der am Renntag pro Lauf fünf Runden zu bewältigen sind. Gestartet wird in 15 Klassen, darunter auch die „Lady-Klasse“.

„Natürlich dominieren hier die Männer, dennoch ist es kein reiner Männersport“, erklärt Lisa Behrens, Vorsitzende des AC Spohle, dessen Vorstand mehrheitlich aus Frauen besteht. Sie selbst startete auch an diesem Sonntag, das Rennen war der siebte Wertungslauf des Nordwestdeutschen Autocross-Verbandes, der am Ende der Saison in den verschiedenen Klassen seine Meister kürt.

Die zahlreichen Besucher an der Strecke erlebten an diesem hochsommerlichen Tag nicht nur spektakuläre, sondern auch spannende Rennen. In jeder Klasse wurden drei Rennen gefahren, wobei die Punktbesten das jeweilige Finale bestritten. Daniel Bouwman hatte sich zum Ziel gesetzt, in seiner Klasse, die Regio-Klasse mit Fahrzeugen über 180 Kubikzentimeter, seinen zweiten Platz vom vergangenen Jahr zumindest zu wiederholen. Seit über elf Jahren ist er im Autocross-Geschäft tätig, seit drei Jahren in Deutschland. „Zwischen den Niederlanden und Deutschland gibt es einige Unterschiede. So sind hier Schutzkäfige in den Autos vorgeschrieben, in den Niederlanden muss du eine Schutzhaube haben“, so der Niederländer in Wiefelstede.

Um bei den Rennen am Sonntag zu bestehen, hat Bouwman noch im Vorfeld neue Stoßdämpfer installiert. Diese werden besonders beansprucht. Mit der moralischen Unterstützung seiner Ehefrau Michaela Janßen ging er schließlich die Rennen in Spohle an, immer mit der Einstellung, dass die Konkurrenten auf der Bahn sich anschließend bestens verstehen, ob beim Sieg oder bei einer Niederlage.

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