Rastede Als Werner Schroer 2001 Vorsitzender des Rasteder Automobilclubs wurde, musste er eine schmerzhafte Entscheidung treffen. „Ich musste das Grasbahnrennen auf dem Turnierplatz absagen“, erinnert sich der 63-Jährige und fügt an: „Das war sozusagen meine erste Amtshandlung.“ Die Bahn stand nach heftigem Regen unter Wasser, dort ein Rennen zu veranstalten, das wäre viel zu gefährlich gewesen.

Zwei weitere Male, 2005 und 2011, ließen die Witterungsbedingungen es ebenfalls nicht zu, dass das Grasbahnrennen stattfinden konnte. „Das war immer ärgerlich. Schließlich kostet die Veranstaltung ja auch Geld und man steckt viel Arbeit in die Vorbereitungen“, sagt Schroer, der in seiner Amtszeit aber auch zwei runde Geburtstage feiern konnte: das 40-jährige Bestehen seines Vereins 2012 und im vergangenen Jahr das 50. Grasbahnrennen – bei bestem Wetter im Übrigen.

An diesem Donnerstag, 5. Februar, will Schroer das Amt des Vorsitzenden nun abgegeben. Bei den turnusmäßigen Wahlen in der Jahreshauptversammlung (20 Uhr, „Hof von Oldenburg“) wird er nicht wieder kandidieren. „Ich habe 2013 schon darauf hingewiesen, dass ich aufhören möchte“, sagt Schroer, der im kommenden Jahr 65 wird. „Spätestens dann sollte Schluss sein“, sagt er.

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Schroers Nachfolge soll Kay Kudinow antreten. Er ist zurzeit der Pressewart des Clubs und hat signalisiert, dass er für den Vorsitz zur Verfügung stehen wird. 20 Jahre lang war Kudinow zudem Sportleiter des Clubs gewesen. Dieses Amt hatte er 2013 abgegeben.

Schroer ist nicht der einzige, der sein Amt in der Jahreshauptversammlung abgeben wird. Auch Schatzmeister Ernst Dieter Siebert will aufhören, ebenso Sportleiter Wilfried Klün. In beiden Fällen hat sich der Vorstand bereits Gedanken über die Nachfolger gemacht. Ingo Lange soll Klün als Sportleiter beerben, und Schroer wird sich noch nicht ganz aus dem Vorstand verabschieden, sondern für ein Jahr als Schatzmeister weitermachen. So kann er Kudinow auch gleich mit Rat und Tat zur Seite stehen, sagt er.

Als Helfer angefangen

Schroer fing als Helfer beim Bahnaufbau für das Grasbahnrennen an. Später zapfte er im Getränkepavillon Bier. 1997 wurde er dann gleich 2. Vorsitzender. „Im Grunde habe ich von Null auf 100 beschleunigt“, erzählt er schmunzelnd. Vier Jahre später wählten die Mitglieder ihn dann zum Vorsitzenden. Dabei war Schroer selbst nie als Bahnsportler aktiv gewesen. Auch Automobilsport habe er nie betrieben. Als kleiner Junge habe er aber begeistert die Speedway-Rennen auf der Viktoria-Kampfbahn in Oldenburg verfolgt.

Die Arbeit im Vorstand habe ihm immer Spaß gemacht, sagt Schroer. Viel Wert legte er stets auf ein gutes Verhältnis der Mitglieder untereinander. Am Herzen lagen ihm deshalb auch die Clubfahrten, die zum Beispiel ins VW-Werk Osnabrück, das Oldtimermuseum in Melle, das Airbus-Werk in Hamburg oder das Daimler-Benz-Werk in Bremen führten. „Mir war es wichtig, dass wir nicht nur stur auf unseren Clubabenden saßen“, betont der scheidende Vorsitzende.

Immer für Bahnsport begeistert

Dass er sein Amt nun in jüngere Hände gibt, ist für Schroer auch Zukunftsorientierung. Er gibt den Posten nach dem „wirtschaftlich besten Jahr“ des Vereins ab. Und auch die Zuschauerzahlen beim Grasbahnrennen konnten in den vergangenen Jahren gesteigert werden. Spätestens dort, auf dem Turnierplatz, wird man Schroer wiedertreffen. Denn für Bahnsport hat er sich schon immer begeistert.


     www.rasteder-ac.org 
Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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