Rastede Mitmachen, mitentscheiden und mitverantworten: Nach diesem Motto lebt Uwe Harms. Einer der zahlreichen Schauplätze, an denen der 82-jährige Rasteder anzutreffen ist, ist das Landesturnier. Dieser Veranstaltung ist er seit über 70 Jahren verbunden.

„Beim ersten Turnier war ich als Läufer eingesetzt und habe die Listen der Meldestellen verteilt“, erzählt er am Dienstag bei einer Tasse Kaffee. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er zusammen mit Wolfgang Teske eine umfangreiche Chronik zum Turnier.

Kaffee oder Tee

Trotz aller Veränderungen: „Im Kern ist es ein Familienfest der Oldenburger Reiterei geblieben, ein Turnier zum Anfassen“, sagt Harms. Besonders faszinierend findet er die Treue der vielen Helfer – so wie sie auch bei ihm festzustellen ist. Schon sein Vater war in den Anfangsjahren in die Organisation des Landesturniers eingebunden.

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Zu dieser Zeit entstand auch der Sportplatz an der Mühlenstraße – mit Hilfe von Rasteder Schülern. „Die älteren Schüler halfen beim Verlegen der Drainageröhren, da war ich auch mit dabei“, schildert Harms.

Gleich hinter dem Sportplatz befand sich der frühere Ellernteich. Der sei damals von einem riesigen Schilfgürtel umgeben gewesen und habe kristallklares Wasser gehabt. „Das war ein tolles Biotop mit vielen Wasservögeln“, sagt Harms, der Rastede in den 1960er Jahren zum Lehramtsstudium verließ. Beruflich blieb er in Nordrhein-Westfalen, zuletzt leitete er in Wuppertal ein Berufskolleg. 2001 kehrte er dann nach Rastede zurück.

Getreu seinem Lebensmotto engagierte Harms sich ab 2001 im Beirat Kommunalmarketing, dem es gelang, unterschiedlichste Ebenen der Gemeinde zusammenzubringen und wichtige Projekte (zum Beispiel Bürgerbus und barrierefreies Rastede) anzuschieben. Aufgrund veränderter Strukturen war dies zuletzt jedoch nicht mehr möglich, der Beirat wurde zu Harms’ Bedauern aufgelöst.

Sein Lebensmotto verfolgt Harms zudem beim VfL Rastede. Seit 2003 ist er Übungsleiter der ältesten Herrengruppe. Nur die Pressearbeit hat er dort inzwischen abgegeben. So erhalten auch andere die Gelegenheit, mitzumachen, mitzuentscheiden und mitzuverantworten.

Meine Lieblingstasse

Uwe Harms: „Meine Lieblingstasse ist eine Kaffeetasse im Bauhaus-Stil. Daraus trinke ich morgens meinen Kaffee. Diese Tassen aus weißem Porzellan und der klaren, schwarzen Linienführung haben wir schon ewig, wir haben sie mal in Wuppertal gekauft. Heute gibt es diese Reihe gar nicht mehr. Als uns mal eine Tasse kaputt gegangen ist, konnten wir daher keinen Ersatz beschaffen.“

Mein Lieblingsplatz

Uwe Harms: „Ich fühle mich eigentlich überall wohl, wo es schön ist. Gerade in Kombination mit dem Meer sind mir alle Plätze herzlich willkommen. Als Segler bin ich dem Meer ohnehin besonders verbunden und mag gerne die Inseln vor unserer Nordseeküste. Zu Hause schätze ich vor allem die vielen lauschigen Plätze im Garten und im Haus. Da kann ich mich zurückziehen und ganz in Ruhe ein gutes Buch lesen.“

Das mag ich an der NWZ

Uwe Harms: „Für meine Frau und mich ist die NWZ ein wichtiges Medium, das beim Frühstück nicht fehlen darf. Die lokale und regionale Berichterstattung ist für uns sehr wichtig. Da ich politische Auseinandersetzungen ohnehin liebe, lese ich gerne die oft kontrovers angelegten Kommentare zu aktuellen Themen. Und der Sportteil darf natürlich auch nicht fehlen. Eine sehr wichtige Rubrik sind zudem die Leserbriefe, weil Bürger hier die Chance haben, zu Wort zu kommen.“

Das macht mir Sorgen

Uwe Harms: „Die Abkehr vieler Menschen von der Verantwortung der Gesellschaft gegenüber bereitet mir Sorgen. Dieser wachsende Egoismus wirkt sich auch im Ehrenamt aus. Viele Vereine haben Schwierigkeiten, Ehrenamtliche zu gewinnen. Da mir Europa sehr am Herzen liegt, macht mir aber auch die gesamte politische Entwicklung Sorgen. Das gilt auch für das, was gerade im Klimabereich passiert. Ich habe die Sorge, dass Maßnahmen nicht schnell genug umgesetzt werden können.“

Das macht mir Freude

Uwe Harms: „Freude bereitet mir vor allem eine sinnvolle Freizeitgestaltung zusammen mit meiner Ehefrau Irmgard, mit der ich seit 1962 verheiratet bin, und ebenso zusammen mit lieben Freunden und Bekannten. Die Küste und die Umgebung entdecken wir dabei gerne immer wieder neu. Freude bereitet mir aber auch, Anteil zu nehmen an dem, was in der Gemeinde passiert, und zu sehen, wie Dinge umgesetzt werden, zu denen man selbst einen Beitrag geleistet hat.“

Dafür stehe ich nachts auf

Uwe Harms: „Für große Sportereignisse, die nur in der Nacht übertragen werden können, weil sie in Übersee stattfinden, würde ich nachts aufstehen. Olympia zum Beispiel oder ein großer Boxkampf wie damals bei Muhammad Ali. Auch für wirklich einmalige, weltbewegende Ereignisse würde ich nachts aufstehen. Ich erinnere mich noch, als wir 1969 die Mondlandung verfolgt haben. Da hatten wir noch keinen eigenen Fernseher und haben deshalb bei einem Nachbarn geguckt.“

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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