Nach Dem Landesturnier In Rastede
Schlosspark sieht aus wie Truppenübungsplatz

Der Rasteder Schlosspark sieht derzeit stellenweise aus wie ein Acker. Am Donnerstag gab es ein Krisengespräch auf dem Turnierplatz. Dabei ging es um die Frage, ob zwei bevorstehende Veranstaltungen stattfinden können – der Schlossfloh und das Internationale Grasbahnrennen.

Bild: Frank Jacob
Der Turnierplatz gleicht einer Schlammwüste: Der Boden im Bereich der Schlosskurve sieht aus, als wäre er einmal umgepflügt worden. Der Abbau des Landesturniers geht wegen der schlechten Platzverhältnisse derzeit nur sehr behutsam voran.Bild: Frank Jacob
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Auf dem Platz steht das Wasser: In der Ellernteichkurve hat sich ein kleiner See gebildet.Bild: Frank Jacob
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Die Zielgerade: Auch der Abschnitt in Richtung der Tribünen sieht zurzeit sehr wüst aus.Bild: Frank Jacob
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Rastede Der Dauerregen der vergangenen Tage und die Belastungen durch das Oldenburger Landesturnier haben den Turnierplatz im Rasteder Schlosspark erneut stark in Mitleidenschaft gezogen. Stellenweise sieht der Platz aus, als wäre er einmal umgepflügt worden.

Wo vor dem Reitturnier, an dem vom 18. bis 23. Juli rund 1000 Teilnehmer mit annähernd 3500 Pferden teilgenommen hatten, noch saftig grüner Rasen zu sehen war, ist der Platz jetzt schwarz. Vereinzelt steht noch immer Wasser auf dem Areal und verwandelt die aufgewühlten Bereiche in eine Schlammwüste.

Was etwa die Mädchen und Jungen aus dem Waldkindergarten freut, die ihr Domizil in einer Holzhütte unmittelbar am Rande des Turnierplatzes haben, sorgt bei anderen für deutlich sorgenvollere Mienen.

Dazu zählen auch die Organisatoren des Internationalen Grasbahnrennens, das am 12. und 13. August auf dem Turnierplatz stattfinden soll. Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass der Rasteder Automobilclub als Veranstalter das Rennen absagen musste. Damals war der Turnierplatz nach heftigem Regen und der Beanspruchung durch das Landesturnier ebenfalls in einem sehr schlechtem Zustand gewesen.

Die Krisensitzung

Am Donnerstag fand deshalb eine Krisensitzung statt, für die Robert Lohkamp, Geschäftsführer der Residenzort Rastede GmbH, sogar seinen Urlaub unterbrach. Die Residenzort GmbH verwaltet den Platz und vermietet ihn an die Organisatoren der Großveranstaltungen.

Lohkamp und Insa Franze von der Residenzort GmbH trafen sich am Morgen mit Mitarbeitern des Bauhofes sowie Mitgliedern des Rasteder Automobilclubs und den Organisatoren des Schlossflohs auf dem Turnierplatz, um das Gelände in Augenschein zu nehmen. Die große Frage dabei: Kann der Schlossfloh am 5. und 6. August wie geplant stattfinden? Und wie steht es um das Grasbahnrennen am 12. und 13. August?

Der Schlossfloh

Zumindest für den Schlossfloh gibt es nach der Begehung des Platzes am Donnerstag eine klare Aussage, die abhängig von der Wettervorhersage aber noch relativiert werden könnte. „Der Schlossfloh wird unter den derzeitigen Bedingungen stattfinden“, sagt Lohkamp, schränkt jedoch sogleich ein: „Wenn es in den kommenden Tagen wieder Dauergüsse gibt, haben wir aber keine Chance.“

Der Schlossfloh im August ist erfahrungsgemäß etwas kleiner als die Flohmärkte im Mai und Oktober. Daher wird auch weniger Fläche benötigt. Vornehmlich sollen die Stände im Bereich vor der Tribüne und bei Bedarf hinter den Tribünen und entlang der Wege bis zum Parkplatz aufgebaut werden.

Das Grasbahnrennen

Zum Grasbahnrennen gibt es derweil noch keine klare Entscheidung. „Am Dienstagabend wird es eine weitere Begehung mit dem Vorstand des Rasteder Automobilclubs geben. Dann werden wir eine endgültige Entscheidung treffen“, kündigt Lohkamp an.

Das Problem: Durch den heftigen Regen und die gleichzeitige Beanspruchung durch das Landesturnier sind auf dem Platz Schäden entstanden. Die sind insbesondere im Bereich der Ellernteichkurve, dem tiefsten Punkt des Platzes, und der Schlosskurve aufgetreten. Hier steht noch immer das Wasser. Mit der für das Grasbahnrennen erforderlichen Sicherheit lässt sich das nicht vereinbaren.

Wie es weiter geht

„Es sind Mengen heruntergekommen, die wir so nicht kennen und die ein Platz trotz Pflege und Wetterkapriolen nicht verkraften kann“, sagt Lohkamp. Der Abbau des Landesturniers werde daher zurzeit nur behutsam vorgenommen. „Unter normalen Bedingungen wären wir sicherlich schon zwei Tage weiter“, sagt Lohkamp. Allein während der Turniertage fielen 60 Liter Regen pro Quadratmeter.

Sobald eine Möglichkeit besteht, werde der Bauhof der Gemeinde Rastede auf dem Platz aktiv werden. „Im Augenblick können wir aber keine Arbeiten durchführen, weil der Platz noch zu nass ist“, sagt Lohkamp.

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