Landesturnier
Kindheitstraum wird endlich wahr

Das Landesturnier kennt Hans-Volker Rippe seit 50 Jahren als Besucher. In diesem Jahr ist er erstmals Teilnehmer – mit seiner selbst gezüchteten Stute „Etoile Royale“ bei der Stutenschau.

Bild: Privat
Lebenslange Affinität zu Pferden: Hans-Volker Rippe nimmt mit seiner selbst gezüchteten Stute „Etoile Royale“ an der Elitestutenschau beim Landesturnier in Rastede teil.Bild: Privat
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Rastede Die Liebe zu Pferden begleitet den früheren Rasteder Hans-Volker Rippe schon von Kindesbeinen an. Dazu gehört natürlich auch, dass er das Oldenburger Landesturnier, das seit Dienstag auf dem Turnierplatz ausgetragen wird, bestens kennt. „In diesem Jahr erlebe ich mein 50. Oldenburger Landesturnier als Besucher“, sagt Rippe. Der Mann, der heute in Bremen lebt, ist 61 Jahre alt, das Turnier feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Das Besondere: Rippe ist dieses Mal nicht bloß als Besucher dabei.

Mit seiner ersten selbstgezüchteten Stute „Etoile Royale“ hat er die begehrte Einladung zur Elitestutenschau erhalten, die an diesem Donnerstag im Zuge des Landesturniers stattfindet. Als Startnummer 36 wird die vierjährige Stute dort im Bereich der dressurbetonten Pferde der Jury vorgeführt.

Für Rippe, der kein Profizüchter ist, sondern eher von seiner lebenslangen Affinität zu Pferden getrieben wird, geht damit ein lebenslanger Traum in Erfüllung. Schon immer war es sein Wunsch, einmal ein eigenes Pferd zu haben – seit er als Kind von Rastede mit dem Fahrrad nach Helle fuhr und dort für 3,25 DM seine ersten Reitstunden nahm. Nun darf er dieses sogar bei der Elitestutenschau in Rastede zeigen. Das Rezept für diesen Erfolg? „Passion, ein in jeder Hinsicht großes Engagement und viel, viel Glück“, sagt Rippe, dessen Vater Hans Rippe einst als Tierarzt in Rastede praktizierte.

Die Mutter seiner Stute „Etoile Royale“ habe er 1999 als Fohlen nur erwerben können, weil der Züchter verstorben war und die Söhne dem landwirtschaftlichen Betrieb unter Aufgabe der Pferdezucht eine andere Ausrichtung geben wollten, erzählt der 61-Jährige. Diese Stute habe dann 2003 die Staatsprämie erhalten.

„Als Reitpferd hatte man mir ihr immer das Gefühl, dass sie alles richtig machen wollte. Sie hat mich niemals enttäuscht“, sagt Rippe. Bei der Auswahl eines Hengstes im Jahr 2013, in diesem Fall „Fürstenball“, habe er denn auch versucht, die positiven Eigenschaften der Stute weiter genetisch zu fixieren und die Schwächen auszugleichen.

Heute ist die Elitestutenschau fester Bestandteil des Landesturniers, früher jedoch gab es für die Prämienvergabe noch einen gesonderten Termin, erinnert sich Rippe. Und überhaupt hat sich das Turnier im Laufe der Zeit immer wieder verändert. „Ich habe noch Hans Günter Winkler mit ,Grande Giso‘ das Mächtigkeitsspringen am Samstagabend unter Flutlicht gewinnen sehen und mit ,Careful‘ den großen Preis von Rastede. Man saß mit Regenschirm als Zuschauer auf Stein oder Holzbänken, weil es noch keine Überdachung der Tribünen gab“, schildert Rippe.

Einen Regenschirm wird der frühere Rasteder in diesem Jahr wohl nicht brauchen, wenn er sich beim Landesturnier anschaut, wie sich „Etoile Royale“ bei der Elitestutenschau präsentiert. Angesichts der Wetterprognose dürften die inzwischen fest installierten Schirme einen anderen Zweck erfüllen: als Sonnenschutz.

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