Landesturnier
Begegnung mit Reitsportlegende Winkler

Bild: Privat/Frank Jacob
Erinnerung: Jochen Oels (großes Bild, rechts) traf beim Landesturnier Reitsportlegende Hans Günter Winkler (li.).Bild: Privat/Frank Jacob
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Rastede Es ist eine besondere Verbindung, die der Rasteder Hans-Joachim (besser bekannt als Jochen) Oels zum Oldenburger Landesturnier hat. Er kennt die beliebte Reitsportveranstaltung vom ersten Tag an, nahm anfangs als Ponyreiter teil, war später mehrere Jahrzehnte als ehrenamtlicher Helfer dabei und traf in Rastede sogar einmal die kürzlich verstorbene Reitsportlegende Hans Günter Winkler.

„1957 war er beim Landesturnier, ein Jahr nach seinem Olympia-Sieg in Stockholm“, erinnert sich Oels. Winkler sei sehr offen und gesprächig gewesen und habe sich sehr bemüht, „uns jungen Leuten entgegenzukommen“, schildert der 78-Jährige. Dabei habe er aber auch durchblicken lassen, dass er mit dem Olympia-Sieg auf seiner Wunderstute Halla ein Großer geworden war.

Bis vor drei Jahren gehörte Oels noch zu den rund 200 ehrenamtlichen Helfern, die Jahr für Jahr zum Gelingen des Landesturniers beitragen. Zum Reiten kam er durch die beiden jüngsten Söhne des Erbgroßherzoges Nikolaus von Oldenburg. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er von 1941 bis zum Kriegsende im Schloss zu Rastede gelebt. Oels Vater war Marine-Offizier und Ende 1941 auf dem Schlachtschiff „Bismarck“ gefallen. Die Offizierswitwe zog danach mit dem Sohn und dessen beiden Schwestern im Schloss ein. Das hatte der Erbgroßherzog für Kriegswitwen verfügbar gemacht.

Zusammen mit den Zwillingssöhnen Huno und Johann lernte Oels das Reiten. „Wir hatten einen Reitlehrer, der uns auch die Dressur beibringen wollte, aber wir wollten lieber in den Busch reiten“, erinnert sich Oels. Bis zu seinem 19. Lebensjahr ritt der Rasteder nach dieser Ausbildung noch weiter.

Später trat er in die Fußstapfen seines Vaters und ging ebenfalls zur Marine. „Ich habe 70 Jahre Landesturnier miterlebt, war aber nicht bei allen Turnieren vor Ort, weil ich zur See gefahren bin“, sagt Oels.

Als Helfer war der Rasteder von Anfang an im Gelände bei der Vielseitigkeit im Einsatz. Zuletzt leitete er seit 1997 den Bereich Fahren und Vielseitigkeit, sorgte dafür, dass Aufbau, Organisation und Personaleinteilung gelangen. „Als ich anfing, wurden die Hindernisse noch selbst zusammengezimmert“, erzählt Oels, der beeindruckt ist, welche beachtliche Entwicklung das Landesturnier genommen hat und was dort heute auf die Beine gestellt wird.

Dem Turnier ist der Rasteder immer noch „mit Herz und Seele verbunden“, wie er sagt. „Jetzt erlebe ich es aber aus ganz anderer Sicht“, erzählt der 78-Jährige. In seiner Zeit als Helfer habe er sich schließlich immer nur im Bereich der Vielseitigkeit aufgehalten, heute könne er das gesamte Turnier erleben. „Das macht mir Spaß.“

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