Rastede Der Rasteder Automobilclub hat das für 8./9. August auf dem Turnierplatz im Rasteder Schlosspark geplante Grasbahnrennen am Donnerstag abgesagt. „Die Platzverhältnisse lassen es nicht zu, dass auf dem Turnierplatz Rennen gefahren werden“, sagt Vorsitzender Kay Kudinow.

Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage steht das Wasser in der Schlosskurve und in der Ellernteichkurve bis zu 30 Zentimeter hoch. „Und für die kommende Woche sind weitere Schauer angekündigt“, sagt Kudinow, für den die Sicherheit der Bahnsportler am wichtigsten ist.

Achte Absage

Schon sieben Mal musste der Rasteder Automobilclub das Internationale Grasbahnrennen auf dem Turnierplatz im Rasteder Schlosspark absagen. Wie Pressewartin Heidi Nowak berichtet, war dies in den Jahren 1979, 1983, 1993, 1996, 2001, 2005 und zuletzt 2011 der Fall. Die Absage für 2015 ist somit die achte in der Geschichte der Veranstaltung.

Seit 1967 findet das Grasbahnrennen in Rastede statt. Anfangs noch von der Ortsgruppe im Motorsportclub Oldenburg veranstaltet, ab 1972 vom dann gegründeten Rasteder Automobilclub. Anfangs gab es noch zwei Veranstaltungen in Rastede, im Mai und Oktober. 1974 verabschiedeten sich die Oldenburger dann ganz aus Rastede.

    www.rasteder-ac.org

Die Entscheidung fiel am Donnerstagmorgen. Um 8.30 Uhr trafen sich Vorsitzender Kudinow sowie der Sportleiter des Vereins, Ingo Lange, Pressewartin Heidi Nowak und Schriftführer Günther Kügler mit Robert Lohkamp und Insa Franze von der Residenzort Rastede GmbH und Wilfried Luks vom Bauhof der Gemeinde Rastede vor Ort. „Wir sind dann einmal komplett um den Platz gelaufen, um zu schauen, wo die Probleme liegen“, berichtet Kudinow.

Problem 1: Auf der Bahn steht relativ viel Wasser. „Wir können nicht davon ausgehen, dass das innerhalb einer Woche trocknet“, sagt Lange. Problem 2: Der Boden ist an vielen Stellen aufgewühlt. „So schnell bekommen wir den nicht wieder fest, das bleibt matschig“, sagt Lange.

Zehn Tage wären es noch bis zum geplanten Grasbahnrennen gewesen. Eigentlich eine Menge Zeit, mögen manche denken, weiß auch Kudinow. „Wir müssten aber schon ab Dienstagabend mit schweren Fahrzeugen auf den Turnierplatz, um die Schutzplanke entlang der 1,2 Kilometer langen Rennstrecke aufzubauen“, erklärt er. Bei den derzeitigen Platzbedingungen wäre das unmöglich.

Die relativ frühzeitige Absage erspart dem Verein einen größeren finanziellen Verlust. Dennoch: Etwa 4000 Euro sind wohl futsch, schätzt der Vorstand. Werbung, Plakate und die Anmeldung der Veranstaltung beim Deutschen Motorsportbund – das alles war bereits bezahlt.

Und auch die monatelangen Vorbereitungen der Traditionsveranstaltungen waren letztlich vergeblich. „Das Fahrerfeld stand. Den 84 angemeldeten Fahrern habe ich heute abgesagt“, berichtet Sportleiter Lange. Wie viele Stunden in die Planung gesteckt worden waren, kann Kudinow gar nicht abschätzen. „Man macht das ja gerne. Da ist so eine Absage natürlich um so enttäuschender.“

Kudinow ist erst seit diesem Jahr Vorsitzender des Rasteder Automobilclubs. Mit der Absage des Rennens befindet er sich nun in guter Gesellschaft. „Jeder Vorsitzender musstet in seinem ersten Amtsjahr das Rennen absagen“, berichtet er. Sein Vorgänger Werner Schroer begrüßt Kudinow am Donnerstag auf dem Turnierplatz denn auch mit den Worten: „Willkommen im Club.“ Und auch Schroers Vorgänger Peter Schellenberg und Rainer Krentscher mussten in ihren ersten Amtsjahren als Vorsitzende die Rennen absagen.

Der für dieses Wochenende auf dem Turnierplatz geplante Schlossflohmarkt am Sonnabend ab 17 Uhr und am Sonntag ab 11 Uhr (NWZ  berichtete) soll derweil stattfinden, sagt Robert Lohkamp am Donnerstag auf Anfrage. „Die Stände werden rund um die Tribünen aufgebaut, dort haben wir trockene Bereiche“, sagt er. Auch auf der Fläche, die vom FC Rastede als Fußballplatz genutzt wird, können Stände aufgebaut werden. Die Bereiche sollen so verbunden werden, dass man trockenen Fußes überall hingelangen kann.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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