Petersfehn Es war nur noch eine Sekunde zu spielen, als der VfL Oldenburg III sein Ass aus dem Ärmel zog. Aus dem rechten Rückraum wurde der Ball über den linken Rückraum gespielt, von wo aus Kim Schilling per Kempa-Trick den Ball zum 25:24-Siegtreffer für die Gäste im Tor der SG Friedrichsfehn/Petersfehn unterbrachte. Das rasante Nachholspiel in der Handball-Oberliga am Donnerstagabend hatte die Ammerländerinnen mit diesem Ende ratlos zurückgelassen.

Samstag Final Four

Als amtierender Landespokalsieger treten die Handballerinnen der SG Friedrichsfehn/Petersfehn an diesem Samstag erneut im Final-Four-Turnier an. Gespielt wird ab 14 Uhr in Peine, um den Titel wetteifern vier Oberligisten.

In der ersten Partie des Tages treffen um 14 Uhr die HSG Hude/Falkenburg und der Hannoversche SC aufeinander. Um 15.30 Uhr bekommt es die SG mit dem MTV VJ Peine zu tun. Das Finale findet um 19 Uhr statt, das Spiel um Platz drei bereits um 17.30 Uhr.

SG-Trainerin Alexandra Hansel erwartet Duelle auf Augenhöhe. „Ich habe mir Peine bereits auf Video angesehen. Da erwartet uns ein spannendes Spiel“, sagt Hansel: „Wir wollen auch unter den schwierigen Vorzeichen aufgrund einiger Ausfälle das Beste rausholen und Spaß haben.“

„Das war ein Treffer der Marke Tor des Monats. Es war schon ein sehenswerter Treffer, der uns aber besonders weh getan hat“, sagte SG-Trainerin Alexandra Hansel nach der Partie. Viel mehr als der Gegentreffer ärgerte die Trainerin aber die Art und Weise, wie ihr Team zwei durchaus mögliche Punkte hergeschenkt hatte. „Wir haben uns so viele technische Fehler erlaubt und einfache Würfe liegen gelassen“, haderte die Trainerin, die nach 15 dieser einfachen Ballverluste aufgehört hatte zu zählen.

Nicht nur aufgrund dieser Fehler war es passend, dass das 1:0 durch Kim von Aschwege per verwandeltem Siebenmeter die einzige SG-Führung vor der Pause blieb. Denn die Verletzungssorgen der SG führten dazu, dass das Team ohne echte Rückraumspielerin auskommen musste. Hansel hatte die eine Trainingseinheit unter der Woche zwar dazu genutzt, einige Spielerinnen „umzuprogrammieren“. Aber man merkte den Spielerinnen auf der ungewohnten Position an, dass die Durchschlagskraft in einigen Situationen fehlte.

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Nach der 11:10-Führung der Oldenburgerinnen zur Pause blieb die Partie lange offen. Erst als die Gäste sich in der 40. Minute durch das 17:14 von Schilling wieder trafen ging eine der Mannschaften erstmals deutlicher in Führung. Doch auch die Ammerländerinnen zeigten Moral und ließen sich nicht abschütteln. So waren die Gastgeberinnen beim 18:18 durch Toptorschützin Raffaela Rückert (acht Tore, 45. Minute) wieder dran.

Es sollte also zu einer spannenden Schlussphase kommen. Nach dem 24:23 durch Lea Sophie Wichmann sollte der SG aber in den verbleibenden zweieinhalb Minuten kein Treffer mehr gelingen. „Wir hatten noch die Chance auf den Sieg, haben es aber erneut aus der Hand gegeben“, sagte Hansel, die dann in der Schlusssekunde das Traumtor von Schilling mitansehen musste.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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