Ohrwege /Ammerland Dieter Tempel atmete tief durch, setzte ein Lächeln auf und sagte einfach nur: Danke. Nicht nur dem Vorsitzenden des Fußballkreises Ammerland fiel am Samstagmittag im Ohrweger Krug ein großer Stein vom Herzen, als die Vereinsvertreter einstimmig für die Auflösung des Fußballkreises gestimmt hatten. Nun ist aus Ammerländer Sicht der Weg zum Großkreis Jade-Weser-Hunte, der am 30. Juni im Spohler Krug gemeinsam mit den Fußballkreisen Friesland, Wesermarsch, Wilhelmshaven und Oldenburg-Stadt gegründet werden soll, offen.

Auszeichnungen

Der Ammerländer Fußballkreis nutzte den letzten Kreistag auch dazu, um verdiente Mitglieder auszuzeichnen.

Die Verdienstnadel in Silber erhielt Dieter Munke (TSG Husbäke) für sein Engagement auf Vereins- und Kreisebene. Munke trainierte von 2000 bis 2016 verschiedene Mannschaften bei der TSG und war seit 2006 Mitglied im Kreis-Jugendauschuss.

Die Ehrennadel in Silber wurde gleich neunmal vergeben. Über die Auszeichnung freuten sich Edda Hemken (TuS Westerloy), Günther Bruns (SG Gießelhorst-Hüllstede), Hans Herbert Ludeweg (TV Elmendorf), Hans-Jürgen Maichrzak (SV Loy), Siegfried Ruth (FC Querenstede), Gerold Warntjen (TuS Westerloy), Gerold Gröneweg (SV Friedrichsfehn), Jürgen Hinrichs (FSV Westerstede) und Horst Kowalski (FC Rastede).

Die DFB-Verdienstnadel nahmen Arno Erbrich und Gerhard Hasseler vom TuS Vorwärts Augustfehn entgegen.

Die goldene Ehrennadel wird Klaus Linke vom VfL Bad Zwischenahn erst am 30. Juni beim Gründungstag des Großkreises Jade-Weser-Hunte erhalten, da diese Auszeichnung nur vom Vorstandsteam des NFV übergeben werden darf.

Als Ehrengäste nahmen Klaus Duddeck, Wolfgang Mickelat (Ehrenvorsitzende Kreis Ammerland), Gerhard Wiemken (Ehrenmitglied Kreis Ammerland), Inge Rowehl (Ehrenmitglied Bezirk Weser-Ems) und Uwe Niemeier (ehemaliger Schulfußballreferent und Kreisjugendleiter) teil.

Ohne Ausnahme hatten die Vertreter der 27 anwesenden Vereine (36 waren eingeladen) in der öffentlichen Wahl für die Auflösung des Fußballkreises gestimmt. Eine Tatsache, die den scheidenden ersten Vorsitzenden positiv stimmte: „Es wurde im Vorfeld emotional diskutiert, ob diese Fusion Sinn macht. Nach einem Jahr mit der Fusionsliga bei den Männern würde ich die Zusammenarbeit bereits als sehr positiv bewerten“, sagte Tempel, der aber auch anfügte: „Eins ist aber gewiss. Wenn ihr Fragen habt, sind wir auch weiterhin für euch da.“ Schließlich werden auch vier Ammerländer Vertreter dem geschäftsführenden Vorstand des neuen Großkreises angehören.

Am Wochenende waren auch die Fußballer aus dem Friesland der Entscheidung der Ammerländer gefolgt und hatten ebenfalls einstimmig für die Auflösung ihres Fußballkreises gestimmt. Die Kreise Wesermarsch, Oldenburg-Stadt und Wilhelmshaven richten ihre Kreistage in dieser Woche aus.

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Schon vor der Abstimmung hatte Manfred Walde, der Vorsitzende des Fußballkreises Oldenburg-Stadt, in seinem Grußwort, das er stellvertretend für die Vorsitzenden der anderen Fußballkreise sprach, die Bedeutung dieses Kreistages betont: „Wir haben hier Großes vor. Wir sind guter Hoffnung, dass wir am 30. Juni eine Formation finden, die sich den Aufgaben im Großkreis stellen und diese große Herausforderung meistern wird.“ Gleichzeitig nahm er aber auch die Vereine in die Pflicht: „Diese Aufgabe schaffen wir aber nur gemeinsam mit den Vereinen.“ Thorsten Böning (Vorsitzender Kreis Wesermarsch) und Andreas Schumacher (kommissarischer Vorsitzender Kreis Friesland) stimmten ihrem Kollegen zu.

Neben dem Blick in die Zukunft schauten die Ammerländer Fußballer aber auch noch ein letztes Mal zurück. Seit der Gründung des Fußballkreises im Jahr 1946 habe man 72 Jahre tolle Ammerländer Fußballgeschichte erlebt, lobte Tempel. „Der Fußball hat sich hier stetig weiterentwickelt und ihr habt diese Entwicklung mit geprägt“, sagte Tempel, der einen großen Dank an die Ehrenamtlichen richtete, ohne die diese Entwicklung nicht möglich gewesen wäre.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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