„Nirgendwo kommt man so dicht ans Geschehen ran“

Seit 2011 ist Jan-Christoph Egerer Leiter beim Landesturnier in Rastede. Mit seinem Team schuf er Strukturen, die die Veranstaltung nachhaltig sichern und auf stabile Füße stellen.

Bild: Frank Jacob
Turnierleiter: Jan-Christoph EgererBild: Frank Jacob
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Frage: Herr Egerer, die ersten beiden Tage des Landesturniers liegen hinter Ihnen. Wie ist bisher Ihr Eindruck?
Jan-Christoph Egerer: Wir sind sehr zufrieden. Der Zuspruch an den ersten beiden Tagen hat mich schon sehr begeistert. Gestern ist mir ein junger Mensch begegnet, der zu mir sagte: ,Es ist wieder da, das Rastede Feeling.‘ Das hat es für mich sehr gut umschrieben. Und dieser junge Mensch war kein Reiter.
Frage: Was macht denn das „Rastede Feeling“ aus?
Egerer: Das ist schwer zu beschreiben. Ich denke, es ist die Mischung aus gutem, anspruchsvollem Sport und der Zucht. Es ist ein Turnier, bei dem man Freunde trifft und Menschen, die man übers ganze Jahr sonst nicht gesehen hat. Auch die Nähe zeichnet das Turnier aus. Nirgendwo sonst kommt man so dicht an das Geschehen ran. Und natürlich trägt auch die Schönheit der Anlage viel zum ,Rastede Feeling‘ bei.
Frage: Am Mittwochmorgen gab es eine Unwetterwarnung auch für Rastede. Wie gehen Sie mit solchen Hinweisen um?
Egerer: Wir haben da natürlich ein Auge drauf. Aber wir sind gewappnet nach dem letzten Mal, als wir Teile des Turniers absagen mussten. Ob die Wettbewerbe unterbrochen werden müssen, wird in enger Absprache zwischen der Turnierleitung und den Richtern entschieden. Die Sicherheit der Reiter, Pferde und Besucher muss schließlich stets gewährleistet sein.
Frage: Was verbindet Sie eigentlich persönlich mit dem Landesturnier?
Egerer: Der frühere Turnierleiter Claas Daun und mein Vater waren gute Freunde. Als Claas Daun einen Nachfolger suchte, sprach er mich an. 2009 und 2010 habe ich bereits in der Turnierleitung mitgearbeitet, 2011 habe ich die Leitung dann ganz übernommen. Durch meinen Großvater hatte ich eine Nähe zum Pferd. Er war sozusagen pferdeverrückt. Claas Daun fand vielleicht, dass es diese Kombination ist, die mich für die Turnierleitung empfiehlt: Rasteder, Unternehmer, Nähe zu Pferden.
Frage: Wie haben Sie reagiert, als Sie damals gefragt wurden?
Egerer: Erst war ich irritiert, dann erfreut und fühlte mich gebauchpinselt. Bis heute habe ich es nicht bereut, diese Aufgabe übernommen zu haben. Allerdings habe ich schnell gemerkt, welche großen Schuhe da stehen und welche große Herausforderung es ist. Zusammen mit meinem Organisationsleiter Torsten Schmidt und vielen weiteren haben wir in den letzten Jahren aber Strukturen geschaffen, die das Turnier nachhaltig sichern und es auf sehr stabile Füße stellen. Für mich ist es eine große Ehre, das Turnier für eine Zeit lang begleiten zu dürfen.
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