München /Friedrichsfehn Überglücklich und immer noch sprachlos von ihrem Überraschungssieg sind sieben niedersächsische Leichtathletinnen von den deutschen Meisterschaften im Teamwettkampf zurückgekehrt. Die Startgemeinschaft mit Corinna Sandfort und Rieke Stieglitz vom SV Friedrichsfehn sowie Brinkum und Barßel brachte nicht nur den Meistertitel in der Altersklasse W 30/35 in den hohen Norden – der Sieg wurde letztlich noch gekrönt durch einen neuen Landesrekord mit der 4x100-Meter-Staffel.

„Ich konnte bereits zwei Nächte vorher nicht schlafen vor lauterer Aufregung”, gab Sandfort einen Einblick in ihr Gefühlsleben vor den Wettkämpfen. Sie konnte aufgrund einer Sprunggelenkverletzung erst im Sommer wieder aktiv ins Training einsteigen, trug dann aber entscheidend zum Mannschaftssieg bei. Fehlte sie verletzungsbedingt beim Qualifikationswettkampf im Mai, sorgte sie nun mit zwei Saisonbestleistungen im Weitsprung (5,04 m) und Kugelstoßen (9,96 m) sowie guten 1,50 m im Hochsprung für wichtige Punkte.

Teamkameradin Stieglitz, die im Juli über die 100 m bereits deutsche Vizemeisterin der Altersklasse W 35 geworden war, verbesserte ihre Bestleistung auf 13,16 Sekunden, dicht hinter Mareike Witte aus Barßel (ebenfalls mit Saisonbestleistung in 13,04 Sek). Witte, gepuscht von der starken Konkurrenz aus Köln, pulverisierte ihre Diskusbestleistung mit 40,44 m.

Insgesamt verlief der Wettkampf äußerst spannend, sodass es sogar die mitgereisten Partner und Eltern auf der Tribüne nicht mehr auf ihren Sitzen hielt: Angereist mit der drittbesten Punktzahl rückten die Niedersächsinnen schnell auf Platz zwei vor. Von Disziplin zu Disziplin gab es von da an einen Schlagabtausch mit den klar favorisierten Vorjahressiegern aus Köln. Waren die Rheinländer besonders stark über die 800 m und im Kugelstoßen, überzeugten die Niedersächsinnen im Diskuswurf (neben Witte warf Yasmin Homeyer aus Brinkum ihren Diskus noch auf 32,28 m) und im Sprint mit dem klaren Disziplinsieg durch Witte und Stieglitz. Komplettiert wurden die Einzelleistungen durch weitere tolle Ergebnisse von Jennifer Witte im Hochsprung (1,45 m) und Weitsprung (4,51 m), Silke Nowotny (2:47,20 Minuten) und Svenja Siemer (2:47,68 Min) über die 800 m und Yasmin Homeyer mit starken 10,46 m im Kugelstoßen.

Abschließend stand noch die 4x100-m-Staffel an – die Mannschaften trennten zu dem Zeitpunkt nur 55 Punkte, Köln lag in Führung. Erstmalig in der Besetzung Stieglitz, Sandfort, Witte und Witte passte dann aber einfach alles: Die SG lief in einem perfekten Rennen mit neuem Landesrekord in 50,96 Sek den Sieg ins Ziel – mit knapp 30 m Vorsprung vor der Konkurrenz. Dies bedeutete ein Endergebnis von 7232 Zählern und den Erfolg mit einem Vorsprung von 111 Punkten auf die Kölner. Das bedeutete für die SG den Gewinn der deutschen Meisterschaft.

„Es war ein einmaliges Erlebnis”, so Stieglitz am Ende des langen Tages: „Jede Athletin hat ihren Teil zu dem Titel beigetragen – hätte nur eine von uns gefehlt, hätten wir die Meisterschaft nicht nach Hause bringen können. Was für ein tolles Team!“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.