Bad Zwischenahn Die Durchquerung des Zwischenahner Meeres mit reiner Manneskraft hat eine lange Geschichte: Magnus Barghorn machte sich schon vor 60 Jahren mit einer Gruppe von 35 Sportlern auf den Weg – begleitet von nur einem Ruderboot. „Unverantwortlich“, sagt Barghorn heute. Der damals 18-Jährige war Schwimmmeister in Bad Zwischenahn.

Deutlich mehr Begleitung bekommen die Schwimmer, die sich am Sonnabend, 13. August, um 9.30 Uhr auf den gut drei Kilometer langen Weg durch das Zwischenahner Meer machen. Zum dritten Mal veranstaltet die DLRG dieses Event für „Jedermann“. 350 Schwimmer hatten sich bereits im Mai angemeldet, es besteht eine lange Warteliste.

Mehr als 100 Helfer hat die DLRG mobilisiert, um die Sicherheit der Sportler zu gewährleisten – darunter zwei Notärzte. 20 Absicherungsboote, Rettungskajaks und Rettungsbretter sind im Einsatz. Ein neues Rettungskajak für insgesamt 1400 Euro konnte die DLRG von den Erlösen von „Quer durchs Meer“ 2015 anschaffen. Dieses taufte Bad Zwischenahns Bürgermeister Dr. Arno Schilling am Dienstag auf den Namen Ewald Freese – zu Ehren des gleichnamigen DLRG-Ehrenvorsitzenden.

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Dass die Rettungsboote wichtig sind, haben 20 Teilnehmer vor zwei Jahren erfahren. Das Wasser und der Veranstaltungsmorgen waren so kalt, dass von 310 Angemeldeten nur 219 kamen – und davon 20 die Strecke nicht schafften. Im vergangenen Jahr musste von 279 Schwimmern einer „gerettet“ werden. Wie man schwimmt, ist egal. „Die Philosophie des Schwimmens ist: Ankommen“, sagt Ralf Zimmermann vom Organisations-Team: „Neoprenanzug, Flossen – alles erlaubt.“ Und: Jeder Teilnehmer erhält eine Schwimmkappe.

Auch Zuschauer sind willkommen: Die MS Bad Zwischenahn wird vom Meer aus den besten Blick auf die Schwimmer bieten – und das bei Kaffee und Kuchen.

Die Schwimmer haben derweil keine so gute Sicht und müssen sich – trotz zahlreicher Bojen – gut orientieren. „Mir fehlt die Linie auf dem Boden, wie im Freibad“, scherzte Kurdirektor Dr. Norbert Hemken, der nach 2015 – wie Bürgermeister Schilling – auch in diesem Jahr mitschwimmt. Vorher gibt er noch den Startschuss.

Von einem Problem, das Barghorn und seine Begleiter vor 60 Jahren ereilte, bleiben die Teilnehmer am 13. August aber verschont: Nebel. Barghorn und Co. waren um 5 Uhr morgens losgeschwommen. „Ich hatte danach Dienst“, erinnert sich der heutige Braker.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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