Edewecht Mah Yongg ist ein Strategiespiel mit wesentlich mehr Spielmöglichkeiten als Schach. Es wird zu viert gespielt; Ziel ist es, möglichst viele Steine mit hohen Punktwerten zu sammeln. Jeden Donnerstag kommen um 19.30 Uhr Frauen und Männer unterschiedlichen Alters im „Haus der Begegnung“, Hauptstraße 86, in Edewecht zusammen, um ihrer Leidenschaft, dem chinesischen Sperlingsspiel, nachzukommen.

Edewecht ist für das Mah Jongg-Spielen in Deutschland von besonderer Bedeutung. Hier wurde von dem Edewechter Uwe Martens, einem begeisterten Mah-Yongg-Spieler und Autor eines Mah-Yongg-Handbuchs, und anderen nicht nur das Spiel „hoffähig“ gemacht. In Edewecht wurde 2002 auch der Dachverband, die Deutsche Mah Jongg-Liga (DMJL), ins Leben gerufen. Ihr gehören inzwischen bundesweit über einhundert Spieler an. Damals übernahm Martens auch den Vorsitz der DMJL, den jetzt Anne Schäfer aus Rastede, die jetzt in Braunschweig lebt, innehat. Mit Elke Pünjer kommt zumindest die 2. Vorsitzende aus Edewecht.

Zu Meisterschaften

Zwar finden donnerstags – auch in den Ferien – die Mah Yongg-Übungsabende statt, doch nicht nur im „Haus der Begegnung“ in Edewecht oder im „Dörpskroog“ Ocholt frönen die Mitglieder dem chinesischen Gesellschaftsspiel: „Wir nehmen schon seit Jahren verstärkt an Welt- und Europameisterschaften teil“, sagt Monika Jenjahn aus Oldenburg. Sie ist Kassenwartin im Vorstand der DMJL.

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In ihrer jüngsten Vergangenheit kann die „Edewechter Gruppe“ durchaus auf Erfolge zurückblicken. So gelang es bei den internationalen Offenen Deutschen Meisterschaften im Juni in Verden Frauke Roos aus Bad Zwischenahn, den dritten Platz in der Variante „MCR International“ zu belegen.

„Es gibt über zwanzig Spielvariationen im Mah Jongg, wobei wir hier in Edewecht drei spielen“, erklärt Fred Bohlmann. „Neben dem MCR ist das noch die klassische Variante und Riichi.“ Die klassische Variante sei dabei die etwas einfachere und für Neueinsteiger gut geeignet, das Spiel in seinem Facettenreichtum kennenzulernen, so Bohlmann. MCR und Riichi forderten ein intensiveres Spielverständnis mit einer großen Anzahl von Strategien. In Ocholt, wo vor kurzem Friedrich und Erika Gerdes eine neue „Ortsgruppe“ gründeten, wird die klassische Variante bevorzugt, „um Leute zu motivieren, mitzuspielen“, so Friedrich Gerdes.

Turniere auch im Ausland

In ihr Hobby investieren einige Mah Jongg-Spieler einiges. Ende Februar beteiligte sich eine Gruppe an den Offenen Französischen Meisterschaften in Cannes, im April folgte eine Fahrt nach Belgien, im Mai war Dänemark das Ziel und Anfang Juli wurde in den Niederlanden ein Turnier besucht. Dabei schnitten die deutschen Spieler insgesamt gut ab. In der aktuellen europäischen Rankingliste belege Deutschland zurzeit Platz sieben, erläutern die Mah Yongg-Spieler, wobei die deutschen Spieler auch alle der DMJL angehören würden.

Zwei besondere Termine stehen dieses Jahr noch an: Am Sonnabend, 19. September, finden im „Haus der Begegnung“ in Edewecht die Deutschen Meisterschaften in der klassischen Variation statt. Und am 24. und 25. Oktober wird das Landhaus Edewecht zum Schauplatz von Doppelturnieren in den Varianten MCR und Riichi.

„Sämtliche Turniere, auch die in Edewecht, sind Qualifikationsturniere für die nächste Europameisterschaft, die 2017 in Portugal stattfindet“, hebt Elke Pünjer die besondere Bedeutung der Leistungstreffen hervor. Natürlich möchten sich auch „Edewechter“ dafür qualifizieren.

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