Rastede Ein selbstgezogenes Pferd für ein Bundeschampionat qualifizieren, so etwas machen eigentlich Berufsreiter. Piet Menke ist kein Berufsreiter. Er ist gerade 13 Jahre alt, lebt in Hankhausen und besucht nach den Sommerferien die achte Klasse an der Kooperativen Gesamtschule in Rastede.

In Reiterkreisen ist Piets Name längst in aller Munde. Auch, weil er am Dienstag beim 67. Oldenburger Landesturnier in Rastede das gemacht hat, was sonst Berufsreitern vorbehalten ist: Er hat die fünfjährige Stute Quintitia für das Bundeschampionat in Warendorf qualifiziert – mit der Wertenote 8,0.

„So etwas ist die absolute Ausnahme“, freut sich sein Vater Utz Menke. Er steht am Mittwochnachmittag mit seinem Sohn am Rande des Abreiteplatzes Springen. „Darauf bin ich wirklich sehr stolz“, erklärt auch Piet. An fünf bis sechs Prüfungen nimmt das Nachwuchstalent in diesem Jahr beim Landesturnier teil.

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„Das Turnier gefällt mir sehr gut“, sagt der 13-Jährige. Hier trifft er Freunde und hat zudem die Gelegenheit, „große Reiter zu sehen“ und sich „was abzugucken“ – zum Beispiel bei Mario Stevens oder Rolf Moormann. Und natürlich kennt inzwischen auch das Publikum den jungen Reiter aus Hankhausen. „Das ist ein toller Moment, wenn du auf den Platz reitest, dein Name genannt wird und alle applaudieren“, sagt Piet.

Ähnlich bewegend war nur eine Siegerehrung in Österreich. Da wurde auf einer Leinwand hinter dem 13-Jährigen die deutsche Fahne eingeblendet, die deutsche Nationalhymne gespielt und das Publikum applaudierte. „So etwas kannte ich nur aus dem Fernsehen vom Fußball oder von der Formel 1.“

Piet könnte schon bald weitere Gänsehaut-Momente erleben. Nach dem Landesturnier geht es ins Trainingslager nach Thedinghausen bei dem erfolgreichen Springreiter Markus Beerbaum. „Danach mache ich in Warendorf einen Vorbereitungslehrgang für die Europameisterschaften“, erzählt der 13-Jährige.

Die EM findet Mitte August statt. Und im September startet der Hankhauser dann bei der Deutschen Meisterschaft. „Mir macht das Reiten einfach Spaß“, erzählt Piet. Mit dem Pferd zusammen ein Ziel erreichen, sich als Team zu fühlen, das sei das Besondere an diesem Sport.


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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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