Jeddeloh Ii Wenig vom Glanz eines Tabellenführers, dafür aber mit ganz viel Kämpferherz: Als Thomas Schuhknecht seine Spieler am Samstagnachmittag nach dem 1:0-Sieg gegen Arminia Hannover in die Fankurve der Jeddeloher 53-Acht-Arena schickte, sah man auf den Trikots der Jeddeloher nur wenige saubere Stellen. Über 90 Minuten hatte der Tabellenführer der Oberliga hart kämpfen müssen, um die drei Punkte am Kanal zu behalten.

Auch Schuhknecht musste nach der intensiven Partie erst einmal durchatmen, zeigte sich dann aber zufrieden. „Ich liebe solche Spiele. Da war alles drin: Kampf, ein knappes Ergebnis und ein ganz starker Gegner“, lobte der SSV-Trainer die Gäste aus Hannover, die aber auch in der sechsten Partie in Folge ohne Tor und Punktgewinn blieben.

Als „brutal intensiv“ hatte er das Spiel auf dem tiefen Jeddeloher Rasen, der pünktlich zum Anpfiff den ersten größeren Schauer aufsaugen musste, erlebt. Positiv bewertete Schuhknecht vor allem, dass sein Team den Kampf angenommen und auch in den hektischen Phasen der Partie die Ruhe bewahrt hatte.

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Denn Hektik gab es in der zerfahrenen Partie genug. Besonders im ersten Durchgang schenkten sich beide Teams keinen Meter Raumgewinn auf dem Feld. Viele harte – aber nie unfaire – Zweikämpfe, viele Unterbrechungen: der gut leitende Schiedsrichter Jost Steenken hatte alle Hände voll zu tun, bewies bei seinen Entscheidungen aber stets Fingerspitzengefühl.

Die Jeddeloher, die vor dem Anpfiff noch umstellen mussten, da sowohl Florian Stütz (Meniskus), Kevin Samide (Muskelverletzung) und Maycoll Smith Canizalez (Adduktorenprobleme) nicht auflaufen konnten, waren tonangebend, ohne jedoch zu den ganz großen Torchancen zu kommen. Keven Oltmer mit einem Fernschuss (siebte Minute) und Ivo Tomas mit einem gefährlichen Freistoß (25.) hatten die besten Gelegenheiten für die Ammerländer auf dem Fuß. Hektik im SSV-Strafraum kam nur einmal auf, als die Gäste in der elften Minute einen Handelfmeter forderten.

Zu Beginn des zweiten Durchgang erhöhten die Gastgeber dann die Schlagzahl. Und wurden dafür mit der Führung belohnt: Mit einem Doppelpass spielte Malte Müller Oltmer am Strafraumeck frei, der in der 54. Minute flach ins lange Eck zum Tor des Tages traf.

Der Jeddeloher Sieg geriet letztlich nicht mehr in Gefahr, weil sich die Arminen mit Undiszipliniertheiten selbst aus dem Spiel nahmen. Nachdem Mohamad Saade in eine Werbebande gerauscht war und mit einer Platzwunde ausgewechselt werden musste, konnte sein Nachfolger Niklas Kienle nach nur drei Minuten duschen gehen. Erst foulte er Julian Bennert.

Beim folgenden Freistoß spielte er in der Mauer den Ball mit der Hand und sah die Ampelkarte. Ab der 90. Minute waren die Gäste sogar nur noch zu neunt auf dem Feld. Auch Pascal Gos sah in einer Aktion zwei gelbe Karten. Erst fiel er mit einem Foul auf, anschließend spendete er dem Schiedsrichterassistenten höhnisch Beifall und wurde des Feldes verwiesen.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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