Jeddeloh Olaf Blancke, Trainer der Oberliga-Fußballer des SSV Jeddeloh musste am Freitagabend nach den gespielten 90 Minuten in der heimischen 53-Acht-Arena erst einmal kräftig durchschnaufen. Sein Team hatte zuvor mit einem Powerplay noch ein 2:2 gegen den TuS Lingen erreicht. Ob der SSV damit jedoch einen Punkt gewonnen – oder anhand der Spielanteile zwei liegen gelassen hatte – konnte der Trainer nur schwierig einschätzen: „Wenn du so lange einem Rückstand hinterher rennst, musst du am Ende mit dem Punkt zufrieden sein. Wenn man jedoch so viele Chancen auslässt, ist das schon ärgerlich.“

Dabei konnte Blancke zunächst nicht fassen, was er in der ersten Spielminute erlebte. Bei einem eigentlich langen, harmlosen Ball stürmte SSV-Torhüter Dennis Evers aus seinem Kasten und wollte den Ball mit der Brust stoppen. Lingens Angreifer Colin Heins ging dazwischen, eroberte den Ball und traf ins leere Tor zum 0:1.

Doch die Gastgeber zeigten sich von dem Gegentor unbeeindruckt. Keine vier Minuten später erlief Julian Bennert einen Steilpass auf der Linie, passte in den Rückraum, wo Keven Oltmer den Ball ins Tor schob. Der Jubel währte allerdings nur kurz, Schiedsrichterin Imke Lohmeyer und ihr Gespann entschieden jedoch, dass der Ball bereits im Aus war, der Treffer zählte nicht. Allgemein hatte die Schiedsrichterin in Jeddeloh einen schweren Stand. Es entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen kleinen Fouls und Unterbrechungen.

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Spätestens in der elften Minute hätte dann aber der Ausgleich fallen müssen. Shaun Minns war seinen Bewachern entwischt und ließ Torhüter Roman Frik keine Chance. Sein Ball landete jedoch nur am Außenpfosten.

Kaltschnäuziger zeigte sich auf der anderen Seite dann wieder der Aufsteiger. Ein eigentlich ungefährlicher Eckball fiel Evers durch die Handschuhe, erneut stand Heins goldrichtig und erhöhte nach 27 Minuten auf 0:2. Mit dem zweiten Torschuss gelang dem TuS damit der zweite Treffer.

Am Spielverlauf änderte jedoch auch das 0:2 nichts. Jeddeloh war die aktivere Mannschaft. „Wir hatten Chancen ohne Ende. Wir haben in der Halbzeit gesagt, wenn uns erstmal ein Treffer gelingt, ist hier wieder alles möglich“, erklärte Blancke, der vor dem Seitenwechsel noch mit ansehen musste, wie ein Kopfball von Oltmer an den Pfosten klatschte.

Auch im zweiten Durchgang verhinderte das Torgehäuse gleich doppelt einen SSV-Treffer. Nach einem Freistoß von Zugang Kevin Samide köpften erst Dennis Matthiesen und direkt im Anschluss Bennert an das Gebälk. Auch Minns scheiterte erneut aus bester Position freistehend an Torwart Frik, der eine starke Partie zeigte. Die Gäste konnten mit zunehmender Spieldauer nur noch selten für Entlastung sorgen.

Es dauerte dennoch bis in die Schlussviertelstunde, ehe das Jeddeloher Anrennen belohnt wurde. Mit einem schnellen Spielzug von Bennert, der den eingewechselte Mark Kwarteng auf die Reise schickte, fiel der Anschlusstreffer. Kwarteng behielt die Übersicht, bediente den in der Mitte startenden Oltmer, der aus kurzer Distanz zum 1:2 (73. Minute) traf. „Weiter, weiter – jetzt haben wir sie“, rief Blancke und peitschte seine Elf nach vorne.

In der 80. Minute war es dann erneut Oltmer, der für seine Farben traf. In einem Zweikampf im Strafraum wurde Bennert bei der Ballannahme gefoult, Oltmer trat zum Strafstoß an und verwandelte sicher im rechten Toreck zum Ausgleich.

Jeddeloh wollte nun den Sieg. Blancke wechselte mit Ansgar Schnabel einen weiteren Angreifer ein. Die besseren Gelegenheiten in der Schlussphase hatten aber die Gäste. Erst strich ein Schuss von Heinz Frimming knapp am Lattenkreuz vorbei. Danach hätte Viktor Dag den Sieg für Lingen klarmachen müssen. Nach einem Freistoß verzog der Angreifer aber aus zehn Metern freistehend nur knapp.

„Ein wichtiger Punkt für die Moral, denn die Jungs haben nicht aufgegeben und sich belohnt. Dafür muss ich dem Team ein Kompliment machen“, bilanzierte Blancke nach dem Abpfiff.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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