Jaderberg /Rastede Wie nah Aufstiegsfreude und Frust nebeneinander liegen können, erlebten die mehr als 300 Zuschauer am Mittwochabend in Jaderberg mit. Während die Obenstroher Fans die Raupe forderten und die Spieler diesem Wunsch an der Seitenlinie nachkamen, sah man im Rasteder Lager in betrübte Gesichter. Kurz zuvor hatten die Fußballer des FC Rastede II in nervenaufreibenden 97 Minuten in der Aufstiegsrelegation gegen den TuS Obenstrohe II dominiert. Den Aufstieg schnappte sich aber durch einen 2:1 (1:1)-Sieg das Team aus dem Friesland.

„Hier feiert leider gerade das falsche Team“, war sich Rastedes Trainer Sascha Gollenstede sicher. Für ihn war eigentlich klar: „Ich kann meinem Team nur wenig vorwerfen. Wir haben alles gegeben, es aber kurz vor und kurz nach der Pause verpasst, selbst in Führung zu gehen.“

Sein Gegenüber auf der Obenstroher Trainerbank, Andreas Bunge, sah das ähnlich: „Rastede hat überragend Druck gemacht. Wir wussten aber, dass sie dieses Tempo nicht über die gesamte Dauer gehen können. Am Ende konnten wir die ein bis zwei Prozent mehr drauflegen, und das war entscheidend“, freute sich der TuS-Coach, der mit seinen Jungs die starke Rückrunde mit 34 von 39 möglichen Punkten nun mit dem Aufstieg krönte.

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Gefeiert wurde in Obenstrohe noch kräftig. „Ich bin einfach mega stolz auf die Jungs. Sie sind eine richtige Truppe geworden“, lobte Bunge, der seinen Spielern nun die versprochene Grillparty einlösen muss.

Trotz der Pleite wollten sich auch die Rasteder die gute Saison mit dem abschließenden zweiten Platz in der Fusionsklasse A nicht schlecht reden lassen. „Wir haben so viele tolle Spiele in dieser Saison gezeigt. Der Aufstieg wäre eine wunderbare Sache gewesen. Wieder in der Fusionsklasse antreten zu müssen, wirft uns aber nicht um“, sagte Gollenstede.

Denn das, was sein Team auf dem Platz gezeigt hatte, dürfte den FC-Trainer positiv gestimmt haben. Die Rasteder waren von Beginn an das dominante Team, vergaßen dabei aber das Toreschießen. Besser machten es da die Friesländer, die tief standen und über ihre schnellen Außenspieler auf Konter lauerten. So dauerte es nur vier Minuten, ehe Malte Horn einen Obenstroher Konter im Fallen noch zur 1:0-Führung in den Winkel schlenzte.

Die Ammerländer rannten daraufhin weiter an, spielten ihre guten Ansätze meist aber zu kompliziert aus. Erst eine Kopfball-Bogenlampe von Nils Schelling brachte nach einigen guten Chancen den Ausgleich (37.). Auch im zweiten Durchgang drückten die Löwen aufs Tempo, ließen dabei die aber die nötige Durchschlagskraft vermissen.

So waren es die Obenstroher, die in der Schlussphase den K.o.-Schlag anbrachten. Ein Freistoß von Sven Mauritz an der Strafraumkante flog in der 80. Minute durch Freund und Feind hindurch zum Siegtreffer ins lange Eck. In der Nachspielzeit der hitzig geführten Partie kam Rastedes Maikel Becker noch einmal frei zum Schuss, verzog jedoch deutlich. Dass Becker und Obenstrohes Hamid Amiri nach Spielende für eine Rangelei die Rote Karte sahen, ging im lauten Jubel der Friesländer fast unter.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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