Westerstede Sammeln, sichten, sortieren: Wer die Geschichte des Hössen-Sportzentrums dokumentieren möchte, der hat viel zu tun. In Westerstede-Chroniken findet sich etwas, natürlich im Stadtarchiv und im Staatsarchiv in Oldenburg. Also haben sie geblättert, gelesen, kopiert, registriert. Sie – das sind Hartmut Kröncke (74), TSG-Übungsleiter und früherer Schulsportlehrer, der Sporthistoriker Dr. Lorenz Peiffer (69) und Klaus Beckmann (65), Vorsitzender des Stadtarchiv-Fördervereins und bis heute ein äußerst erfolgreicher Schwimmer. Der Sport verbindet die drei Männer – und ihre Begeisterung für historische Zusammenhänge.

„Ganz viel Interessantes über die Hössen befindet sich allerdings in Privatbesitz“, sagt Kröncke. Und diese Schätze gelte es, für die Nachwelt zu bewahren. Deshalb informieren Kröncke und Peiffer am 7. Februar in der Kreisvolkshochschule anhand von Bildern und Geschichte(n) über ihre Dokumentationsbemühungen (s. Info-Kasten). Sie hoffen, auf diese Weise weiteres Foto-, Film- und Text-Material und vor allem Mitarbeiter zu finden. Zum 100-jährigen Hössen-Bestehen könnte es dann eine Chronik geben. „In welcher Form auch immer. Vielleicht digital, vielleicht gedruckt“, sagt Kröncke.

Vortrag über Hössen-sportzentrum am Dienstag

Am kommenden Dienstag, 7. Februar, sind Hartmut Kröncke und Dr. Lorenz Peiffer in der Kreisvolkshochschule in Westerstede, Am Röttgen 60, zu Gast. Ab 19 Uhr informieren sie über die Geschichte der Hössen-Sportanlage. Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung gebeten: Telefon  0 44 88/56 51 00 oder per Mail an kvhs@ammerland.de

Nach der Veranstaltung – so hoffen die Organisatoren – könnte sich eine Art Arbeitskreis gründen, dessen Mitglieder sich intensiv mit der Geschichte der Hössen beschäftigen. Ziel ist es, durch diese Gemeinschaftsarbeit die Grundlagen für eine umfassende Chronik des Sportzentrums zu schaffen.

Die Geschichte der Hössen begann vor 91 Jahren. 1926 wollte der Großgrundbesitzer Bathasar eine mehr als zwölf Hektar große Weide, „Hörsten“ genannt, verkaufen. Eigentlich war er sich schon mit einem Geschäftsmann einig geworden, als die damalige Ortsgenossenschaft Westerstede vom Siedlungsamt in Oldenburg das Vorkaufsrecht übertragen bekam und die Westersteder das Areal erwarben.

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In den darauf folgenden Jahren – auch unter dem massiven Einfluss des nationalsozialistischen Regimes – entstand auf der Wiese ein Volks- und Sportpark mit Rasenspielfeld, Pferderennplatz, 400-Meter-Laufbahn und Turnhalle. Anfang der 1950er Jahre wurde das Freibad gebaut. Tennisplätze, eine weitere Sporthalle und das Hallenbad kamen hinzu.

„Bis in die 60er Jahre hinein fand der gesamte Schulsport auf der Hössen statt“, sagt Wissenschaftler Peiffer. Er erinnert auch an erfolgreiche Sportler, die auf der Hössen zu begeistern wussten. Zu ihnen zählte der Diskuswerfer und Kugelstoßer Walter Janssen. Und Klaus Beckmann erinnert an diverse Großveranstaltungen. Pferdesport, Motorradwettbewerbe und sogar ein Formel-3-Autorennen zogen die Massen einst an. „Dann sind da ja auch noch die vielen Breitensportfeste.“

Die Hössen – sie bewegte und bewegt die Westersteder.

Kerstin Buttkus Kanalmanagement / Redakteurin
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