Wiefelstede Eine emotionale Partie mit zahlreichen Diskussionen und Streitereien endete für die Bezirksliga-Fußballer des SVE Wiefelstede in tiefem Frust: Die Ammerländer verloren gegen WSC Frisia Wilhelmshaven, nachdem sie einen 0:2-Rückstand noch einmal ausgeglichen hatten, am Ende mit 2:3.

Nach der ersten Halbzeit jedoch konnten sich die Wiefelsteder noch glücklich schätzen, nur mit 0:1 zurückzuliegen. „Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit gespielt“, meinte SVE-Trainer Mario Anderer mit Blick auf fehlende Laufbereitschaft und Moral: „In der zweiten war es dann aber besser.“

Und da erarbeiteten sich die Wiefelsteder auch Chancen. Nach etwa einer Stunde ging der Schuss von Jan Fehler am Tor der Gäste vorbei. Drei Minuten später eilte Christopher-Robin Schu mit dem Ball an der rechten Außenlinie nach vorne, doch seine Rückgabe wurde von einem Wilhelmshavener abgefangen, der den Ball weit nach vorne spielte. Wiefelstedes Torwart Hergen Gerdes lief heraus, grätschte aber am Ball vorbei, sodass Julian Mülder seelenruhig einschieben konnte.

Keine zwei Minuten später erzielte Fehler den Anschluss: Nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte wurde er sehenswert freigespielt und ließ dem Gäste-Torwart bei seinem Schuss keine Chance. Auch den Ausgleich spielten die Gastgeber heraus, nach einer Flanke von der Torauslinie köpfte der eingewechselte Julian Hellbusch das umjubelte 2:2 in der 80. Minute.

In der Schlussphase wurde das Spiel hitziger, auch die Wilhelmshavener, die etwas Lockerheit hatten einkehren lassen, wurden nun wieder von mehr Adrenalin getrieben. Zum Führungstreffer führte eine Standardsituation: Nach einem Freistoß wehrte Gerdes den ersten Versuch aus dem Sechzehner noch ab, der Ball sprang dann aber vor die Füße von Tim Rister, der nach dem Treffer zum 1:0 auch den Endstand erzielte.

Wiefelstede aber gab nochmal Gas, brachte es aber lediglich noch zu einem Pfostenschuss. Kurz vor Spielende dann große Aufregung: Der Schiedsrichter-Assistent zeigte Eckball für SVE an, doch der Schiedsrichter entschied auf Abstoß. Während sich einige Wiefelsteder beschwerten, spielten die Wilhelmshavener einfach weiter und brachten den Ball sogar noch im Tor unter – der Treffer zählte aber nicht. „Man soll ja nicht immer über den Schiedsrichter meckern, aber er hat auf beiden Seiten Unruhe reingebracht, weil er mehrmals gegen seinen Assistenten entschieden hat. Das Spiel wäre sonst sicher anders gelaufen.“

Anders laufen muss auf jeden Fall das Spiel am Donnerstag (19.30 Uhr) gegen den VfL Stenum: „Da müssen wir mit einem anderen Gesicht auftreten“, sagte Anderer.“

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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