Edewecht Fabian Smit ist nicht zufrieden. Der junge Edewechter hat zwar eine gute Wurftechnik für den Schleuderball entwickelt, doch seine erzielte Weite würde gerade für Bronze reichen. Für Gold müsste der 20-Jährige das Gerät mindestens 39 Meter weit schleudern.

Smit gehört zu jenen Personen, die sich montags ab 19 Uhr auf dem Sportplatz beim Stadion in Edewecht treffen, um dort für das Deutsche Sportabzeichen zu trainieren oder die Disziplinen nach den Vorgaben zu absolvieren. Drei Bereiche hat er abgeschlossen, wobei zurzeit einmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze erreicht wurden. Bis September kann Smit seine Leistungen verbessern. So lange stehen Prüfer des Sportabzeichen-Stützpunktes in Edewecht zur Verfügung, um die gezeigten Leistungen zu dokumentieren.

Seit langem ist Herbert Schulz dabei. Auch der 74-jährige Zwischenahner trainiert in Edewecht. „Wir haben hier auch Teilnehmer aus Oldenburg“, sagt Helmuth Bischoff, der mit Egbert Kosmis seit diesem Jahr den Stützpunkt Edewecht leitet.

Für Herbert Schulz ist es das 19. Mal, dass er das Sportabzeichen erlangen möchte. „Für mich ist das ein Fitnesstest, deshalb bin ich seit einigen Jahren wieder regelmäßig dabei.“ Um die Vorgaben für Gold in seiner Altersklasse zu erfüllen, trainiert er im Sommer fast jeden Montag auf der Sportanlage. Früher sei er viel gelaufen, jetzt fahre er lieber Rad. Dieses Jahr hat Schulz das Seilspringen für sich entdeckt, eine Disziplin, die neu vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ins Programm mit aufgenommen wurde.

Vier Schwerpunkte werden beim Sportabzeichen mit unterschiedlichen Übungen abgedeckt. Dazu gehören Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. „Um das Goldene Abzeichen zu erlangen, müssen die Teilnehmer sehr gute Leistungen erbringen“, sagt Helmuth Bischoff. „Einfach hierher kommen und sagen, ich mach’ mal eben das Sportabzeichen, ist vielen nicht möglich.“

Erstmals will Claudia Lüers das Sportabzeichen erringen. Sie hatte ihrer Tochter versprochen, sie in diesem Jahr zu begleiten. Die 44-Jährige hat sich den Disziplinen Kugelstoßen, Radfahren, Laufen und Sprint zugewendet. Dabei liegt sie mit ihren gezeigten Leistungen im Silberbereich. Beim Schleuderball hat sie allerdings noch Schwierigkeiten. „Wenn es hier nicht klappt, entscheide ich mich um und nehme Hochsprung in der Halle.“ In der Heinz zu Jührden-Halle am Breeweg sind am Montagabend zwei der insgesamt 14 Prüfer, um die Hochsprungübungen zu beaufsichtigen.

„2014 hatten wir 93 Personen, die das Sportabzeichen erhalten haben. Dieses Jahr peilen wir mehr als 100 an“, nennt Helmuth Bischoff sein Ziel für den Sportabzeichen-Stützpunkt. Bei etwas mehr als 110 Teilnehmern wäre das eine hervorragende Quote.

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