Edewecht Die Fußballer des VfL Edewecht hatten die Gesänge ihrer Fans am Mittwoch scheinbar verinnerlicht. Auch nach dem 0:1-Rückstand skandierten die lautstarken Edewechter Jungs an der Seitenlinie: „Kämpfen bis zum Ende.“ Mit einem späten Elfmetertor rettete sich der VfL in die Verlängerung, bewahrte dort die Nerven und setzte sich schließlich mit 3:1 gegen den Post SV Oldenburg in der Aufstiegsrelegation zur Kreisliga durch.

Mit dem Abpfiff entrollten die Spieler ein Plakat mit der Aufschrift „Kreisliga II, wir sind dabei.“ Für VfL-Trainer Wilfried Bruns fiel nach dem Spiel die ganze Anspannung der vergangenen Woche ab: „Die Jungs haben die richtige Antwort auf das Hin und Her nach der aberkannten Meisterschaft auf dem Platz gezeigt. Beim ersten Training nach der Mitteilung, dass wir als Kreisklassen-Zweiter in der Relegation antreten müssen, waren 18 Jungs dabei. Der Sieg heute war der Lohn für die harte Arbeit.“

Auf der anderen Seite ärgerte sich Trainer Jo Alder in seinem letzten Spiel an der Seitenlinie für den Post SV über eine folgenschwere Entscheidung von Schiedsrichter Kersten Mittwollen (Eversten). In der 86. Minute entschied der Unparteiische auf Strafstoß für den VfL. Nach einem langen Ball eilte Torhüter André Janßen aus seinem Tor und traf bei seiner Rettungstat sowohl VfL-Angreifer Marco Fricken als auch den Ball. Edewechts Jorrit Nagl war es egal, er verwandelte den Strafstoß zum Ausgleich. „Der Elfmeter war eine Fehlentscheidung und hat das Spiel entschieden. Auch das 1:2 ist aus stark abseitsverdächtiger Position gefallen“, monierte Alder.

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Dabei ließ Alder aber außer Acht, dass seine Spieler durchaus vorher für die Vorentscheidung hätten sorgen können. Nach einer ersten Halbzeit ohne richtige Torchancen auf beiden Seiten, waren die Oldenburger in Hälfte zwei zunächst wacher. Mit der ersten richtigen Torchance traf Maik Mühl in der 66. Minute nach einem Freistoß ins lange Eck zum 1:0 für den Post SV.

Edewecht ließ im Gegenzug die große Gelegenheit zum Ausgleich durch Alvis Pakalow liegen. Spätestens in der 70. Minute hätte Post durch Kai Rössler aber das 2:0 erzielen müssen, VfL-Torhüter Julian Sebastiany rettete jedoch mit dem Fuß. Drei Minuten vor dem Ende schockte Nagl dann die Oldenburger und rettete den VfL in die Verlängerung.

Spätestens dort machte sich für VfL-Trainer Bruns die Herreinnahme von Fricken bezahlt. Der Angreifer war in der 62. Minute für Jelte Nagl eingewechselt worden und hatte schon den Elfmeter herausgeholt, in der 93. Minute bereitete er mit einem feinen Pass auf Lamine Ngaidio den Führungstreffer zum 2:1 vor. Im zweiten Durchgang der Verlängerung startete Fricken dann durch und belohnte sich mit dem 3:1 selbst.

„Nach dem 0:1 haben wir uns gedacht – jetzt erst Recht. Wir waren vorher schon überlegen, haben aber das Tor nicht gemacht“, sagte der Edewechter Matchwinner, der an allen drei Toren direkt beteiligt war. Sein neues Lieblingsdatum wird er auf jeden Fall nicht so schnell vergessen: „Den 8. Juni werde ich mir auf jeden Fall vormerken“, scherzte der Angreifer, bevor er als Ansager aus dem Edewechter Fanblock heraus mit seinen Mannschaftskollegen die mitgebrachte VfL-Titelschale in den Nachthimmel streckte.


Mehr Bilder des Relegationsspiels finden Sie unter   www.nwzonline.de/fotos-ammerland 
Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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