Bad Zwischenahn Zumindest die Hälfte der Zuschauer in der Zwischenahner Sporthalle hätte sich ein spannenderes Spiel erhofft. Die andere Hälfte konnte schon nach gut einer Stunde jubeln. Im Regionalliga-Derby der Volleyballer zwischen der VSG Ammerland und dem Oldenburger TB gewannen die Gastgeber überraschend eindeutig mit 3:0 (25:17, 25:16, 25:13).

Volleyball

Männer, Regionalliga

VSG Ammerland - Oldenburger TB 3:0 (25:17, 25:16, 25:13)

Für die VSG spielte: Arne Tyedmers (Zuspiel), Jens Zander und Thomas Adelmann (Außenangriff), Johannes Möller, Rolf von Kampen (Mittelblock), Sönke Meyer (Diagonalspieler), Lennart Röber (Libero)

Damit festigten die Ammerländer den zweiten Tabellenplatz, der zur Aufstiegsrelegation zur Dritten Liga berechtigt, und bleiben Spitzenreiter Lintorf auf den Fersen. Für Ammerlands Trainer Torsten Busch, der kranheitsbedingt nicht mit dabei sein konnte und von Co-Trainer Olaf Gloystein vertreten wurde, dürfte die Kunde von der Partie sicherlich die beste Medizin zur Gesundung gewesen sein.

420 Zuschauer

Der äußere Rahmen mit 420 Zuschauern, davon viele aus Oldenburg, erinnerte an beste Zweitligazeiten der VSG, und die Stimmung war dementsprechend gut. Dass die Ammerländer in diesem Derby derart dominieren würden, hatte dabei wohl kaum jemand gedacht.

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Im Hinspiel hatten die Oldenburger noch einen 3:2-Erfolg gelandet. Doch diesmal hieß es nur im ersten Satz einmal 2:1 und 4:2 für die Oldenburger. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten jedoch hatten sich die VSGer auf ihren Gegner bestens eingestellt. Mit einem wesentlich druckvolleren Angriffsspiel zog die Mannschaft Punkt um Punkt davon. Die erste klare Führung gab es bei 12:7 und dann hieß es 16:10. Bis zum Schluss des ersten Durchgangs ließ das Team nichts anbrennen und gewann 25:17.

Auch im zweiten Satz änderte sich nichts. Die Ammerländer spielten sich in einen regelrechten Rausch. Arne Tyedmers setzte seine Angreifer immer wieder bestens ein. Vor allem Thomas Adelmann und Sönke Meyer verwerteten die präzisen Zuspiele ein ums andere Mal. Auch Jens Zander war immer wieder erfolgreich. Das variablere Angriffsspiel der Ammerländer war ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Mit 25:16 ging auch der zweite Satz klar an die Hausherren. Die junge Oldenburger Mannschaft fand auch im dritten Durchgang keinen Zugriff auf die Partie.

Kennzeichnend waren viele Eigenfehler und direkte Aufschlagverluste ins Aus oder ins Netz. Mit 25:13 brachte das Team der Gastgeber den Gesamtsieg dann auch völlig ungefährdet unter Dach und Fach.

Grundformation stark

Coach Gloystein vertraute dabei die gesamte Spielzeit über auf seine Anfangsformation. Es gab auch überhaupt keinen Anlass zum Wechseln. Die Grundformation der VSG präsentierte sich als eine wirkungsvolle Einheit.

Hinterher rätselte Oldenburgs Coach Panos Tsironis, warum seine Mannschaft nicht gegenhalten konnte. Sein Team habe sich im ersten Satz den Schneid abkaufen lassen und kam danach bei dieser Stimmung in der Halle nicht mehr zu seiner Leistung, mutmaßte er. Gloystein hingegen lobte sein Team über den grünen Klee. „Ein sicherer Aufschlag und eine gute Annahme waren die Grundlage unseres Spiels“, so der Coach.

Block und Feldabwehr hätten ebenfalls toll funktioniert. Und wenn es dann so prächtig laufe, gelingen auch Sachen, die sonst kaum klappen. Für den Rest der Regionalliga-Saison haben die Ammerländer durch diese Partie nun noch einmal mächtig Auftrieb erhalten.

Manfred Hollmann Lokalsport / Redaktion Westerstede
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