Bad Zwischenahn Die Wiedersehensfreude war riesig. Eigentlich sollte im vergangenen Jahr im September schon eine große Feier zum 50-jährigen Bestehen der Volleyballabteilung des VfL Bad Zwischenahn stattfinden.

Doch stattdessen feierte man nun 51 Jahre Volleyball beim VfL und konnte gleich den Gründer der Abteilung, Horst Hollmann, stimmungsvoll verabschieden. Im August diesen Jahres hatte er sein Amt an Dr. Andreas Meyer-Holz übergeben, der nunmehr auch Vorsitzender der VSG Ammerland ist. Seit dem Jahre 2000 gibt es bei den Männern den Zusammenschluss der Abteilungen des VfL Bad Zwischenahn und TSG Westerstede zur VSG.

Passend zum Jubiläum waren rund 50 Frauen und Männer vor allem aus den Anfangsjahren der VfL-Abteilung bei dem Treffen im Hotel Kämper mit dabei. Im Jahre 1967 war Volleyball noch eine reichlich exotische Sportart und entsprechend groß die Bemühung, sie in der Region populär zu machen. Da ist von einem „Blümchen“ die Rede, das bisher „im verborgenen blühte“.

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Doch schon bald sollten die Sportanhänger diese Blume in ihrer ganzen Schönheit bewundern können. Genüsslich wurden diese Sätze aus einem Zeitungsartikel der Zwischenahner Seite der Nordwest-Zeitung vom November 1967 zitiert, der den Volleyballsport ins rechte Licht setzen sollte. Horst Hollmann schaffte es mit seinem Engagement dann auch tatsächlich, viele junge Leute für diese neue Disziplin zu begeistern.

Der VfL entwickelte sich zur führenden Adresse in Sachen Volleyball im Nordwesten. Die Abteilung startete mit einer Frauen- und einer Männermannschaft in den Punktspielbetrieb. Es kamen weitere Teams hinzu, so dass in manchen Jahren der VfL zeitweise bis zu fünf Frauen-und sechs Männermannschaften stellte. Auch im Jugendbereich feierte der VfL große Erfolge. Zum großen Zusammenhalt in der Abteilung trugen vor allem auch die vielen Sportfahrten bei, die Horst Hollmann regelmäßig organisierte. Unter anderem ging es zweimal nach Frankreich, zweimal in die USA, nach Tunesien Marokko, Türkei, Griechenland, Sri Lanka, Mexiko – wobei es zu vielen Begegnungen mit den Volleyballern aus diesen Ländern kam. Natürlich wurden zahlreiche Geschichten von diesen Fahrten aufgewärmt und noch einmal ausführlich beschrieben.

Und immer wieder wurde an die „gute alte Zeit“ der Anfangsjahre erinnert. „Es gab ein spezielles VfL-Gen“, das er mit nach Wiesmoor genommen habe, meinte Ingo Kerkau, Anfang der 70er Jahre Spieler der Männermannschaft und Trainer der VfL-Frauen. Das habe ihn bei seiner Arbeit danach beim Aufbau der Volleyballabteilung der TG Wiesmoor mächtig geholfen, betonte er. Kerkau verwies auch auf die wichtige Rolle, die Horst Hollmann neben seiner Tätigkeit in der Zwischenahner Abteilung beim Aufbau eines funktionierenden Spielbetriebs auf Kreis- und Bezirksebene in Oldenburg und Ostfriesland gespielt habe. Er sei eben ein echter Volleyball-Pionier gewesen, so Kerkau.

Nicht ausgespart wurden aber auch manche Krisenerscheinungen der Anfangsjahre, als der Abteilungsleiter mehrmals „die Brocken hinwerfen“ wollte. Zum Glück konnte er immer wieder überredet werden, doch weiterzumachen. Und auch die letzten Geheimnisse der Abteilung wurden gelüftet, wie die Geschichte vom „Mann ohne Namen“, als der mit einem falschen Spielerpass zum Punktspiel geschickt wurde und auf die Frage des Schiedsrichters, „wie heißen sie“, wahrheitsgemäß antwortete: „Das weiß ich nicht“.

Die Stimmung beim Brunch bei Kämper war jedenfalls prächtig. Danach war aber noch nicht Schluss. Die Wiedersehens- und Abschiedsfeier der VfL-Familie klang bei einem gemütlichen Kaffeetrinken im Café Neumann aus.

Manfred Hollmann Lokalsport / Redaktion Westerstede
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