Bad Zwischenahn Zum 22. Mal hatten die Verantwortlichen der Schachclubs „SC Schwarzer Springer Bad Zwischenahn“ und der „SK Union Oldenburg“ vom 23. bis 26. Januar zum Rügenwalder Mühle Nord-West-Cup in die Wandelhalle eingeladen. 331 Spieler aus nah und fern reisten nach Bad Zwischenahn, um den besten ihrer Sportart zu ermitteln. Allein zehn verschiedene Nationen waren im A- und B-Turnier vertreten und brachten internationales Flair in die Veranstaltung. Auch die Schiedsrichter mit dem angesehenen Niederländer Johann Zwanepol waren international besetzt. Er wurde assistiert von Martin Sebastian (Berlin) und Dirk Rütemann (Wildeshausen).

Die Spieler wurden entsprechend ihrer deutschen Wertungszahl (DWZ) bzw. der internationalen Wertungszahl (Elo) auf die Turniere verteilt. Im C-Turnier trafen Schachspieler mit einer DWZ kleiner 1500 Punkte aufeinander, im B-Turnier durfte man bis 1900 Punkte DWZ besitzen und im A-Turnier wurden mindestens 1850 Elo vorausgesetzt.

Aus Niederlagen lernen

Hier sieht Jürgen Wempe, einer der etwa zwölf ehrenamtlichen Organisatoren des Turniers, auch den Reiz des Nord-West-Cups: „Als Amateur kann man gegen Gegner aus der Weltspitze antreten und so sein eigenes Niveau steigern. Außerdem sind es gerade knappe Niederlagen, aus denen man immer am meisten lernen kann.“

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Einer der ersten Erstrundenverlierer war Erik Plath (Werder Bremen), der mit der DWZ 737 gegen einen Spieler des Delmenhorster SK, DWZ 931, verloren hatte. „Ich hab’ zu schnell gespielt. Ich habe die Dame verpatzt!“, war sein lakonischer Kommentar zur frühen Niederlage.

Insgesamt fiel auf, dass nur ganz wenige Frauen und Mädchen gemeldet hatten. Dafür saßen erfreulich viele junge Spieler an den Brettern, so dass der Altersunterschied zum Gegenüber teilweise etwa 40 Jahre betrug.

Der Niedersächsische Landesverband war mit seinem Landeskader angetreten. Auch der ebenfalls anwesende Schachbezirk Oldenburg/Ostfriesland hatte eine Mannschaft gemeldet, um seinen Spielern die Gelegenheit zu einer Standortbestimmung in einem intensiven Wettkampf auf hohem Niveau zu geben.

Doch es gab auch genügend Einzelkämpfer im Starterfeld. Eine von ihnen war Lisa Sickmann (9) vom Lübecker SK. Sie spielt erst seit drei Jahren Schach und war von dem Schachcomputerspiel „Fritz&Fertig“ animiert worden.

Vater Olaf Sickmann ist stets an der Seite seiner Tochter, die inzwischen bei 1443 DWZ angelangt ist. Sie spielte im B-Turnier, um nach Absprache mit ihrem Individualtrainer Wettkampferfahrung am oberen Limit zu erhalten. Lisa ist für die Deutschen Meisterschaften der unter Zehnjährigen in Willingen qualifiziert. Vater Sickmann sieht sich als „Blitzableiter“ für seine Tochter, reagieren Kinder nach Niederlagen oft doch noch emotional. Hat das Kind doch einen „Kampf des Denkens“ verloren.

Siegprämien

So darf man gespannt sein, inwieweit die „jungen Wilden“ den etablierten Spielern Paroli bieten können (mehr dazu am Dienstag in der NWZ). Von den insgesamt 5000€ Siegprämien fallen alleine 1000€ auf den Sieger des A-Turniers.

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