Bad Zwischenahn „Hier herrscht eine entspannte Atmosphäre. Wenn ich an den Start gehe, kann ich meine Aufgaben ohne Stress absolvieren.“ Seit gut zehn Jahren nimmt Zoe Scheve am „Tora Shiai“ teil, das die Kampfsportschule „Tora“ in Bad Zwischenahn jährlich am ersten Wochenende in den Osterferien in der Mehrzweckhalle am Schulzentrum anbietet. In diesem Sport, speziell im Teakwon-Do, ist die 22-jährige Oldenburgerin sehr bekannt. 2015 wurde sie Weltmeisterin im Einzelkampf und 2016 Vize-Europameisterin im Teamkampf.

Bereits zum 22. Mal treffen sich beim wohl größten norddeutschen Kampfsportturnier am Meer Sportler aus dem gesamten Bundesgebiet. 200 Starter aus zwanzig Dojos (Häuser der Vereine), von Kindern bis Senioren, waren gekommen.

Die Kampfsportkunst wurde von Jörg Knust, dem Sensei-Renshi (Meister der Meister), nach Bad Zwischenahn gebracht. 1995 wurde „Tora“ (Tiger) gegründet, und seitdem findet auch das Jahresturnier statt. Es sind aber nicht nur der Kampfsport und die Kampfkunst, die hier vermittelt werden. Mindestens ebenso wichtig ist geistiges Training, damit man sich mit innerer Ruhe den Aufgaben stellt. Beim „Tora Shiai“ gibt es keine Wettkämpfe im eigentlichen Sinne. „Hier geht es darum, dass sich jeder durch die eigenen Vorführungen und durch die der anderen weiterentwickelt“, so Knust.

Mit der Resonanz sind Carina Honkomp als Vorsitzende von „Tora“ und Susanne Müller als ihre Stellvertreterin sehr zufrieden, auch auf das Ambiente in der Mehrzweckhalle. Der Torbogen von „Tora“ ist hier ebenso zu sehen wie verschiedene Waffen, die in den verschiedenen Stilen eingesetzt werden. Ein Schrein, der an den Gründer des Shotokan-Karate Do, Gichin Funakoshi, erinnert, rundet die Gestaltung ab.

Dazu zeigen die vielen Teilnehmer im Alter von unter zehn bis über 60 Jahren ihre einstudierten Übungen so überzeugend, dass die Wertungsrichter mit hohen Noten nicht geizen. Bewertet wird auch das Verhalten vor und nach dem Wettbewerb. „Um diesen Sport zu betreiben, ist Disziplin gefordert. Und das wird hier auch vermittelt“, so Carina Honkomp.

Dass sich das Training zum Kampfsport positiv auf die Gesundheit auswirkt, macht Susanne Müller deutlich. „Seit fünf Jahren leide ich unter einem kaputten Knie“, erzählt die 61-Jährige. „Dieser Sport schützt mich vor einer Operation, da ich im Training und auch im Wettkampf mein Knie durch die behutsame Belastung stärken kann.“

Die Kampfsportarten von Karate und Kobudo (Karate mit Waffen) über Kickboxen und Ju Jitsu bis hin zu Aikido und F.I.S.T. (freies individuelles Selbstverteidigungstraining, können aber auch noch ganz andere Auswirkungen haben. Joachim Rippen aus Bad Zwischenahn hat hier seine Lebenspartnerin kennengelernt. Im Sommer soll Hochzeit gefeiert werden.

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