WEHNEN Volleyball, Frauengymnastik, Walking, Boßeln, Kegeln – die Liste an Sportarten, die Annegret Puls in ihrem Leben schon getrieben hat, ist lang. Und sie ließe sich noch verlängern. Annegret Puls ist 74 Jahre alt, und Sport ist ihr Leben. Das wird schnell klar, wenn sie fröhlich aus ihrem Leben plaudert.

Und noch eines wird deutlich: Sie steckt voller Energie. „Ich bin ein Typ, der nicht still zu Hause sitzen kann“, sagt sie. Dort ist sie sowieso eher selten, oft ist sie auf Achse. Und selbst wenn sie im heimischen Wohnzimmer sitzt, gibt es immer etwas zu tun.

Woher die Liebe zum Sport kommt, weiß Annegret Puls genau: „Das hat mir mein Vater mitgegeben.“ Mit ihm ist sie damals schon Boßeln gegangen. Mehr noch: Ihre Mutter ist auch sportlich aktiv gewesen, sie habe immer viel mit dem Ball gemacht, erzählt Annegret Puls. Das habe auch auf die Kinder abgefärbt, sagt sie mit einem Lachen. Und auf die Enkel.

Angefangen hat alles mit einer Frauengymnastikgruppe in den 70er Jahren. „Die habe ich ins Leben gerufen“, sagt Annegret Puls stolz. Damals hatte die Gruppe zunächst noch keine Halle in Westerholtsfelde zur Verfügung, Annegret Puls musste mit den Frauen nach Petersfehn radeln. Es folgte eine Walking-Gruppe im Westerholtsfelder Sportverein, auch Volleyball. Immer wieder hat Annegret Puls sich fortgebildet und Lehrgänge besucht.

Seit 1985 leitet sie die Seniorengruppe. Dort macht sie mit den Teilnehmern hauptsächlich Sitzgymnastik. Aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz, versichert sie: Weihnachtsfeiern, Singen und Erzählen gehören genauso dazu. „Keiner wird zurückgelassen, alle machen mit“ lautet das Motto ihrer Seniorengruppe. Was für Annegret Puls zählt, ist für andere Menschen da zu sein. Die Bestätigung zu bekommen, etwas für andere zu tun. Das kennt sie noch von ihre Beruf: 25 Jahre hat sie als Krankenschwester im Landeskrankenhaus gearbeitet. Mittlerweile ist sie von der Gemeinde geehrt worden.

Was Annegret Puls macht, ist eine Menge: „Mein Enkel sagt: Oma, du machst viel zu viel“, berichtet sie und lacht. Zuviel ist das Engagement Annegret Puls in den Jahren trotzdem nie geworden. Den Sport weglassen? Annegret Puls schüttelt erstaunt den Kopf: „Das kann ich überhaupt nicht.“

Als Aufhören will sie nicht denken: „Es ist schwierig, einzusehen, dass es nicht mehr geht.“ Bis dahin dürfte allerdings noch Zeit vergehen. Solange wird sie weitermachen. Solange kann man auf Annegret Puls zählen.

Diese Ð -Serie stellt Frauen vor, die im beruflichen, privaten oder gesellschaftlichen Bereich Akzente setzen.

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