Ammerland Hinter einem haushohen Favoriten gab es bei den Nordwestdeutschen Meisterschaften der U-18-Volleyballer in Hannover fünf Mannschaften, die sich um die Plätze zwei bis sechs stritten. “Wir wollen aufs Treppchen”, hatte Trainer Malte Tyedmers für den Nachwuchs der VSG Ammerland als Ziel bei diesen Titelkämpfen von Niedersachsen und Bremen ausgegeben. Diesen Sprung schafften die Ammerländer nicht. Am Ende reichte es nur zu Platz sechs. Folglich konstatierte der engagierte Trainer: „Letztlich überwog bei uns die Enttäuschung.”

Dabei standen die Vorzeichen gut. Gegen diese Über-Mannschaft von der VSG Hannover verloren die Ammerländer zwar 0:2, aber durchgängig auf spielerische hohem Niveau und knapp in den Sätzen. Souverän marschierte die Mannschaft aber mit zwei 2:0-Siegen gegen SVG Lüneburg und TV Baden in die Zwischenrunde.

Doch dann geriet der VSG-Kader am Sonntag komplett von der Rolle. Ohne wirkliche Gegenwehr gab es Niederlagen gegen GfL Hannover, USC Braunschweig und TuS Bersenbrück, was nur den sechsten Platz brachte. „Weiß der Fuchs, woran das lag”, rätselte das Trainerteam über das müde und wenig kämpferische Auftreten. Zu hohe Erwartungshaltung? Konditionelle Mängel aufgrund der langen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfallzeiten einiger Leistungsträger? Oder einfach unzureichende Erholungszeit in der Nacht auf Sonntag?

Der Blick auf die Konkurrenten zeigt, dass mehr drin war. Der Oldenburger TB wurde Dritter. Bei der Bezirksmeisterschaft war er in der gleichen Besetzung noch von der VSG geschlagen worden.

Immerhin zeigte das Team eine Woche später eine griffige Reaktion. Die Mannschaft hatte die Saison als vierte VSG-Mannschaft in der Erwachsenen-Bezirksklasse bestritten. Im letzten Spiel ging es um die Meisterschaft – und da fegten die jungen VSGer den Tabellenzweiten VG Emden III mit 25:18, 25:9 und 25:15 aus dessen Halle. Damit war das aus der Kreisliga aufgestiegene Team sofort in die Bezirksliga durchmarschiert.

„Man muss konstatieren, dass die Mannschaft sich enorm weiterentwickelt hat”, befand der Trainer. „Wir hatten uns hohe Ziele gesteckt. Und die haben die Jungs auch erreicht – außer beim enttäuschenden zweiten Tag der Landesmeisterschaft.“

Noch einmal tritt die VSG bei einer NWVV-Endrunde an. Am 14. und 15. April steht die Finalrunde für die Ammerländer U 16 an.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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