Hengstforde „Märchen regen bei Kindern die Phantasie an, und auch für Erwachsene ist es wichtig, einen Schatz an inneren Bildern zu haben“, weiß Sabine Lutkat aus ihrer langjährigen Erfahrung als Märchenerzählerin. Am Freitag ließ die Präsidentin der Europäischen Märchengesellschaft im Männeken-Theater Volksmärchen aus Russland lebendig werden – und gab damit ihr viertes Gastspiel im Hengstforder Theater. „Das Männeken-Theater ist ein wunderbarer Raum für Märchen. Ein kleiner vertrauter Ort, wo nichts von der Intimität des Märchenerzählens verloren geht“, freute sich die Oldenburgerin auf ihren Auftritt im sehr gut gefüllten Theater.

Märchen hätten bei ihr schon immer eine Rolle gespielt. Schon als Kind, als ihre Eltern Märchen vorgelesen hätten und auch später in der Schule: „Die Neugierde für Märchen stieg und so kam im Laufe der Zeit ein Stein zum nächsten und das Märchen-Mosaik wurde immer größer“, erinnert sich Sabine Lutkat. Seit knapp 20 Jahren ist sie mit großer Begeisterung Märchenerzählerin: „Das ist eine sehr bereichernde Arbeit, ich habe viel Freude daran“.

Ihre Märchen – im Männeken-Theater lautete das Motto „Hinter dreimal neun Ländern im dreimal zehnten Zarenstreich“ – hält sie stets frei. Das Erzählen sei persönlicher und die Bilder kämen viel lebendiger rüber. Das sei auch für die Zuhörer, die das Bildhafte auffangen, viel besser. Wenn sie Märchen vorlesen würde, könnte das Buch als Grenze zwischen ihr und dem Zuhörer stehen. Die Erzählerin ist viel unterwegs. Sie fesselt mit ihren Erzählungen Kinder im Kindergarten ebenso wie Senioren im Wohnheim. „Ich spüre ein vermehrtes Interesse an Märchen in den vergangenen zehn bis zwölf Jahren und zwar quer durch alle Altersstufen“.

Daher ist Sabine Lutkat viel gefragt, wie die letzten drei Wochen Märchen-Marathon belegen: Dörpen, Worpswede, Sauerland, Seminare in Aachen und Oldenburg, Hengstforde und als nächstes Rastede. Mit Musikstücken eigener Bearbeitung bereicherte Lioba Schlüter die märchenhafte Veranstaltung mit russischen Tänzen und Balladen. „Märchen und Musik zusammen zu erleben, das ist wunderschön“, freute sich Anne Sudbrack vom Männeken-Theater.

Märchen erzählen

Als Verein wurde die Europäische Märchengesellschaft 1956 im Schloss Bentlage bei Rheine in Westfalen gegründet.

Die Gesellschaft richtet im In- und Ausland Tagungen und Kongresse aus, die märchenkundliche Themen aus unterschiedlichen Aspekten beleuchten.

2500 Mitglieder engagieren sich zurzeit in der Gesellschaft.

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