Rastede Gestrickte Mützen und Westen, Halstücher und Stulpen für die Hände: Die Mitglieder der Spinnstube des Heimatvereins Rastede haben die Weihnachtszeit schon fest im Blick.

„Wir veranstalten zum ersten Mal eine Adventsausstellung im Mühlenhof“, erzählt Ursula Heise. Die 66-Jährige aus Wiefelstede ist seit September Leiterin der Gruppe. Am Sonntag, 7. Dezember, wollen die Frauen zeigen, was bei den wöchentlichen Treffen der Spinnstube alles entsteht.

Handgearbeitetes und mehr

Die Adventsausstellung des Heimatvereins findet am Sonntag, 7. Dezember, von 11 bis 18 Uhr im Mühlenhof in Rastede (Im kühlen Grunde) statt. Die Spinnstube präsentiert ihre handgearbeiteten Produkte und bietet diese auch zum Verkauf an. Mitglieder der Akkordeongruppe sorgen für Musik. Angeboten wird zudem eine Tombola, bei der jedes Los gewinnt. Kaffee und Kuchen, Schmalzbrote und Glühwein laden zum Verweilen ein.

In den vergangenen Jahren hatte der Heimatverein im Dezember immer zu einem adventlichen Nachmittag eingeladen. Doch das Interesse daran sei zuletzt nur noch gering gewesen. „Jetzt wollen wir etwas Neues ausprobieren“, sagt Ursula Heise.

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Bereits nach den Sommerferien haben die Frauen deshalb angefangen, zu stricken, sticken, häkeln und weben. „Unsere Spinnerinnen bringen ihre Rohwolle mit, färben sie selbst und verarbeiten sie dann“, erzählt die Leiterin der Gruppe.

Die Mitglieder ließen sich von einer Dozentin der Kreisvolkshochschule neue Spinntechniken beibringen, belegten einen Strickkursus und lernten mehr über das Färben von Wolle. „Seitdem ist unsere Arbeit vielseitiger geworden“, sagt Ursula Heise, die die Leitung der Spinnstube von Annegret Ahlers übernommen hatte und der Gruppe schon seit etwa zehn Jahren angehört. Über eine Freundin sei sie damals zur Spinnstube gestoßen.

Und auch moderner seien die Arbeiten geworden. „Wir machen nicht wie früher kratzende und beißende Strümpfe, sondern viel mehr“, schildert Ursula Heise. Aus alter Bettwäsche entstehen Teppiche und kleine Brücken für Bad oder Küche. Auch Loop-Schals, bei denen die Wolle ineinander geschlungen ist, so dass der Schal einen Schlauch bildet, gehören jetzt zum Angebot.

Zudem experimentieren die Frauen mit neuen Formen. Dabei hilft ein so genannter Triloom. Bei diesem Dreiecksrahmen erfolgt das Bespannen und Weben in einem Arbeitsschritt. „Das ist nicht so mühsam wie bei einem Webstuhl“, sagt Ursula Heise.

Rund 30 Mitglieder hat die Spinnstube des Heimatvereins zurzeit. Immer montags treffen sie sich von 13.30 bis 17 Uhr im Mühlenhof in Rastede. Dann sitzen sie an den Spinnrädern und Webstühlen und lassen sich schmucke Kleidungsstücke einfallen. So wie die gestickten Hausschuhe mit der Blümchenverzierung, die Mützen in den schmucken Farbtönen und die Schultertücher in Dreiecksform.


     www.heimatverein-rastede.de 
Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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