Bad Zwischenahn Die Bäume biegen sich im Wind, der Boden ist an vielen Stellen matschig. Mützen und Hüte werden tiefer in die Stirn gezogen. Nur Herbert Wehmhoff macht das Wetter offensichtlich nichts aus. Er erzählt mit viel Witz und Wissen vom Moor. Etwa 30 Menschen lauschen ihm. Mit der Emma-Bummelbahn sind sie nach Kayhausen gekommen. Dorthin, wo alles begann: an die Abbaustelle.

Seit 50 Jahren darf sich Zwischenahn „Moorheilbad“ nennen. Dieses Jubiläum wurde am Wochenende mit einem bunten Programm in der Wandelhalle im Ortskern und eben bei Führungen in das Kayhauser Moor begangen.

Wehmhoff berichtet von seltenen Pflanzen und Tieren, die hier heimisch sind, und von den Menschen, die sich plagen mussten, um den Torf zu gewinnen. In den tiefsten Schichten ist er etwa 7000 Jahre alt. Und Wehmhoff berichtet davon, wie das „schwarze Gold“ in die Kur-Wannen kam.

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Schon Ende des 19. Jahrhunderts sei Zwischenahn ein beliebter Erholungsort gewesen, erzählt der Mann mit den grauen Haaren. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Moores sei dann ab 1934 erkundet worden. In Spitzenzeiten habe man in Zwischenahn bis zu 400 Moorbäder täglich verabreicht, weiß Wehmhoff. Heute seien es – durch die Gesundheitsreform – nur noch etwa 50.

Eintauchen in die Geschichte konnten die Besucher auch in der Wandelhalle – dank einer von Horst Schreyer gestalteten Ausstellung mit alten Bildern, Postkarten und Broschüren und dank fundierter Vorträge, die Hans Dieter Schneider hielt. Der Forschergeist wurde in einer Art Labor geweckt, das vom Ammerländer Umweltbildungszentrum aufgebaut worden war und in dem es Moor und Moose zum Anfassen gab.

Viel zu lachen hatten die Gäste bei Putzfrau Grete, die eigentlich Sabine Krüger heißt und einen kabarettistischen Blick auf die Besonderheiten des Kurbetriebs warf. Musik von Edda zur Brügge, Corinna Jenn sowie Bernd Ötjen, Skulpturen aus Torf und Mooreiche von Theo von Garrel und Jochen Kusber, Informationsstände sowie Kulinarisches rundeten das Jubiläumsprogramm ab.


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Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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