Westerstede Heimat hat wieder Konjunktur: Als Gegenbewegung zur Globalisierung ist das Bemühen um die Pflege regionaler Kultur erneut in den Fokus gesellschaftlichen Interesses gerückt. Über diese Entwicklung wird der Westersteder Prof. Dr. Uwe Meiners referieren – am Montag, 27. Januar, ab 19.30 Uhr. Treffpunkt ist der Saal des Jaspershofs, organisiert hat die Veranstaltung die Vortragsvereinigung Westerstede, KulturGenuss.

Das „Ammerländer Gewächs“ Meiners ist gebürtiger Westersteder, studierte und promovierte 1980 in Münster. Nach mehreren Stationen, darunter als Leiter des Schlosses in Jever, war er von 1996 bis 2018 Direktor des Museumsdorfes Cloppenburg. Im November 2019 wurde er dann einstimmig zum Präsidenten der Oldenburgischen Landschaft gewählt. Außerdem ist er Herausgeber zahlreicher Schriften zu volkskundlichen Themen und Mitherausgeber der Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie (ZAA).

Thematisieren möchte der Referent auch an Vorgänge in den Jahren zwischen 1933 und 1945. Die Überschrift lautet „Unbequemes Kapitel der Geschichte: Über Heimat, Kontinuität und Verdrängung zwischen 1930 und 1960“. Nachdem das Thema Heimat wieder aktuell ist, erinnert der Referent an den reaktionär-populistischen Missbrauch des Wortes als Ort vermeintlich „unverfälschter, bodenständiger“ Kultur, wo „Fremdes“ stigmatisiert und Menschen aus anderen Kulturen abgelehnt, ausgegrenzt oder gar bedroht werden.

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Auch im Ammerland gab es laut Pressemitteilung Vorstellungen vom „germanischen Ahnenerbe“, Volksgemeinschaft und nationalsozialistischem „Blut-und-Boden“-Mythos, der unter den Heimatfreunden ausgesprochen populär war und selbst nach dem Zusammenbruch des „Drittten Reiches“ fortexistierte. Uwe Meiners greift diese Problematik anhand Oldenburgischer und Ammerländer Beispiele auf und rückt dabei den Umgang mit „Heimat“ in den Mittelpunkt der Betrachtungen.

Die Karten sind im Vorverkauf in der Buchhandlung „Lesezeichen“, in der Touristik Westerstede oder online erhältlich unter

Preise: Mitglieder zahlen sechs, Nicht-Mitglieder acht Euro. An der Abendkasse zahlen Mitglieder acht, Nicht-Mitglieder zehn Euro. €


     http://www.vortragsvereinigung.de/karten.html 
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