Westerstede Es war eine Punktlandung: Die neu gefertigten Gedenkplatten auf dem Friedhof standen rechtzeitig zur offiziellen Einweihung am Sonnabend an ihrem Standort nahe des Eingangs Am Röttgen. Gerriet Ohmstede, der gemeinsam mit Ulrike Manßen die Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten recherchiert hatte, begrüßte die Besucher. Der Feierstunde sei ein bewegender Gottesdienst mit Pastorin Sabine Karwarth sowie Schülern des Gymnasiums Westerstede vorangegangen: „Eine nachdenkliche Andacht, sehr passend zu diesem Thema“.

Den Impuls zu den neu gefertigten und mit weiteren Namen bestückten Gedenktafeln hatten zwei ältere Gedenkplatten gegeben, die lange Zeit beim Bauhof lagerten. Im Laufe der Zeit waren die Namen auf den historischen Sandsteinplatten unleserlich geworden.

Bürgermeister Klaus Groß dankte besonders Steinmetz- und Steinbildhauermeister Jan-Dirk Vahlsing, der die beiden Gedenktafeln mit den Inschriften von insgesamt 380 gefallenen Soldaten gespendet hat. Anerkennende Worte fand der Bürgermeister auch für Gerriet Ohmstede und Ulrike Manßen vom Rat der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Westerstede für ihre akribische und zeitintensive Arbeit. „Diese besondere Orte sind wichtig, um uns zu erinnern“, betonte Groß.

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An der Feierstunde nahm ebenfalls Walter Ahlrichs mit seiner Frau aus Lingen teil. Sein Onkel ist im Ersten Weltkrieg gefallen und steht ganz oben auf der Tafel.

Im Anschluss an die Feierstunde auf dem Friedhof folgte die Eröffnung der Ausstellung zum Thema Erster Weltkrieg im Evangelischen Haus. Ulrike Manßen erläuterte, wie aufwendig und zeitintensiv die Suche nach den Namen der im Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) gefallenen Soldaten gewesen sei. Schwierigkeiten seien zudem bei Übereinstimmungen von verschiedenen Personen mit geläufigen Vor- und Nachnamen aufgetreten. Dennoch hätten Gerriet Ohmstede und sie die neuen Erinnerungstafeln mit weiteren Namen gefallener Soldaten des Ersten Weltkrieges bestücken können. Sie wünschte sich, dass die Fotos, Namenslisten, Urkunden, Briefe und sonstige Exponate viel Anklang finden würden.

Eine Wanderausstellung zum Thema „14/18 – mitten in Europa“ ist ebenfalls im Evangelischen Haus aufgebaut. Eduard Willms vom VDK gab einen kleinen Einblick in die wichtige Arbeit des VDK: „Bedauerlicherweise spielt der Erste Weltkrieg im öffentlichen Bewusstsein in Deutschland nicht wirklich eine Rolle“. Deshalb freue er sich, dass die Namen der Westersteder Männer, die als Soldaten gefallen seien, nun wieder sichtbar seien und „die Toten vor dem Vergessen bewahrt sind“.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. November ist Evangelischen Haus zu sehen.

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