RASTEDE Mit „Nabers Hochtied“ stand die „Späälkoppel Rastä“ 1949 erstmals auf der Bühne, und diese Eheschließung war der beste Start in 60 glückliche Jahre. Denn nunmehr kann die Heimatbühne „Diamantene“ feiern, und das bei bester Gesundheit, obwohl sie in „De Schlosspark-Klinik“ liegt.

Das wenigstens ist der Titel der Jubiläumsinszenierung. Erstmals hebt sich der Vorhang dafür am kommenden Freitag, 13. November, um 20 Uhr im „Hof von Oldenburg“ (siehe Info-Kasten in diesem Text).

Hans-Hermann Riemer, „Mann der ersten Stunde“ der „Späälkoppel Rastä“, kann sich noch bestens an die Bühne im „Anton Günther“ erinnern. Links und rechts große Umkleideräume mit Spiegeln und Ablagen, aber die Kulissenwände fehlten. Zimmermeister Johann Hennings fertigte sie an, bespannt wurden die Rahmen in Riemers Werkstatt.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Malermeister Wilhelm Schriefer überstrich sie später immer wieder. Als der Saal des „Anton Günther“ zum Kino umfunktioniert wurde, suchte sich die Theatergruppe eine neue Bleibe, fand sie im „Hof von Oldenburg“ – wobei die Kulissen komplett neu angepasst werden mussten. Als das Hotel abgerissen und neu gebaut wurde, wurde im „Rasteder Hof“ gespielt – unter engen Verhältnissen, und auch hier mussten die Kulissen wieder umgebaut werden.

1975 war wieder der „Hof von Oldenburg“ die Spielstätte. Die (wieder veränderten) Kulissen werden bis zum heutigen Tage genutzt.

Jede Menge Erinnerungen hat Hans-Hermann Riemer an die vergangenen Jahrzehnte. So räumte er seine Werkstatt frei, damit darin geprobt werden konnte, wenn der Saal im Hof von Oldenburg durch Veranstaltungen belegt war.

Vor Publikum fand dagegen ein Essen mit Braten, Kartoffeln und Gemüse statt. Was in der Szene mangels Zeit nicht verzehrt wurde, kam nach der Aufführung auf den Tisch – bei offenem Vorhang. Unvergessen sind auch die Hochzeiten von Prinzessin Marie-Cecile von Preußen mit dem Friedrich August Jerzog von Oldenburg – mit Hans-Hermann Riemer als „Hochtiedsbitter“; beim Freibier im „Hof von Oldenburg“ saßen die Akteure mit den Königlichen Hoheiten an einem Tisch.

Die Rasteder Vereine waren auch dabei, als Freiherr Rüdiger von Erfa und Herzogin Altburg von Oldenburg in Rastede ihren Polterabend feierten.

Unvergessen ist auch der Ausspruch „Un nu to dat Stück sülvst“, mit dem Späälbaas Helmut Menke 26 Jahre lang in die Inszenierungen einführte – nachdem er zuvor über Begebenheiten aus dem Ort geplaudert hatte. Georg Reins war sein Nachfolger – schon 1965 trat er der Späälkoppel bei und bleibt als Schauspieler ebenso unvergessen wie als Späälbaas.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.