WEMKENDORF Das Loch fürs Fundament ist gebuddelt, am Sonntag, 8. Mai, soll das zweite Objekt des Projektes „Vergessene Orte“ des Kunstpfades Ammerland feierlich enthüllt werden: in Wemkendorf. Dort wird die Wiefelsteder Künstlerin Barbara Jaros ihre „Wegmarke“ aufstellen – ganz in der Nähe eines bronzezeitlichen Hügelgrabes. Das Grab ist Teil einer ganzen bronzezeitlichen Hügelgräberkette, die sich von Oldenburg bis Conneforde entlang der „Friesischen Heerstraße“ zog.

Die „Wegmarke“ soll erinnern an die bereits in jener Zeit vorhandenen Kontakte der Menschen unterschiedlicher Kulturen über riesige Entfernungen hinweg, erklärt Projektkoordinator Wolfgang Hase. Denn die Erbauer der Hügelgräber im Ammerland waren Zeitgenossen Nofretetes oder Tut-anch-Amuns und Kupfer und Zinn, Rohstoffe für die Herstellung von Bronze, gehörten nicht zu den heimischen Bodenfunden und mussten über weite Entfernungen transportiert werden, weiß Hase. Dass Kontakte über riesige Entfernungen gepflegt wurden, belegten so eben auch bronzene Grabbeigaben in den Hügelgräbern an der uralten Handelsstraße, die durch das Ammerland führt und mit dem europäischen Verkehrsnetz verbunden war.

Die „Wegmarke“ von Barbara Jaros – eine Bronzestele – soll nahe eines Hügelgrabes an eben jenen „vergessenen Ort“ erinnern. Bei der Vorstellung am Sonntag, 8. Mai, die um 11.15 Uhr bei der alten Schule in Wemkendorf, Wemkendorfer Weg, stattfinden soll, werden stellvertretender Landrat Joachim Finke, Bürgermeister Helmut Völkers sowie Stellvertreter Jörg Weden Grußworte sprechen. William und David werden die Veranstaltung musikalisch begleiten.

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In dieser Woche machten sich Bürgermeister Helmut Völkers, CDU-Ratsherr Heinz-Günther Claußen als Eigentümer des Grundstücks, auf dem sich das Hügelgrab und auch die „Wegmarke“ befinden, stellvertretender Bürgermeister und SPD-Ratsherr Jörg Weden, die Künstlerin Barbara Jaros samt Ehemann Peter und Projektkoordinator Wolfgang Hase mit Spaten und Schaufel daran, am Wemkenweg, Einmündung Wemkendorfer Weg, das Fundament für die „Wegmarke“ auszuheben. Denn das Objekt soll fest in Beton stehen.

Das Projekt „Vergessene Orte“ des Kunstpfades Ammerland will in den Ammerland-Gemeinden an „vergessene Orte“ mit Hilfe der Kunst erinnern. In Hahn-Lehmden erinnert bereits die Skulptur „Displaced Persons“ des Rasteder Künstlers Jochen Kusber an das ehemalige Kriegsgefangenen-, Zwangsarbeiter- und Flüchtlingslager.

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