FELDE

Von Reinhard Rakow FELDE - Auch diesmal waren die beiden Vorstellungen des Karfreitagskonzertes in der Baptistenkapelle in Felde ausverkauft, auch diesmal stellten die Veranstalter Kati Bartholdy und Holger Harms-Bartholdy ihr Gespür für Publikumszuspruch unter Beweis.

Das Helene-Blum-Trio, etatmäßig ein dänisches Folk-Ensemble, präsentierte neben Sängerin Helene Blum und Pianistin Charlotte Schmidt die schwedische Viola-d´Amore-Spielerin Sophia Eriksson an Stelle der erkrankten Cellistin Mette Hansen. Sängerin und Pianistin haben die Nielsen-Akademie in Odense besucht, wo ein Studiengang Volksmusik eingerichtet wurde. Vorwiegend dänische, aber auch schwedische, norwegische und schottische Volksweisen bestimmten das Repertoire, Volksweisen in moderater Modernität. Da streut die Pianistin schon mal eine Sequenz ein, die entfernt an Swing erinnert, die Viola tut bisweilen verdächtig elektrisch und Helene Blum setzt ihrer Jungengels-Stimme den einen oder anderen Slide-Kiekser auf. Doch das vollzieht sich überaus wohlkalkuliert, eben so, wie man zu zweit auf stummen Befehl zum Solo der Dritten artig zurücktritt, oder so, wie Helene Blum nach besonders ergreifenden Stellen – etwa betreffend „a love so strong that it hurts” – Pausen der Rührung setzt.

Keine Frage, die blonde Helene hat ihre Damen im Griff. Man bewegt sich gesetzt und agiert mannschaftsdienlich. Virtuosität? Expressivität, Spontaneität? Fehlanzeige! Selbst in ihrem Solo, einem leibhaftigen Tango, geht Charlotte Schmidt nicht aus sich heraus. Sophia Eriksson achtet sorgsam darauf, die getragenen Legati, die Helene Blum mit Samtrock-Sopränchen vorzeichnet, uni sono e tempo zu untermalen; Anmutungen von Dudelsack-Chromatik in den Kadenzen bleiben die rühmliche Ausnahme. Es geht, erläutert Helene auf Englisch, um Ostern, um Weihnachten, um Großeltern, um junge Männer, es geht um Liebe, Liebe und Schmerz. Ihre Ansage und die Sprache der Texte – manch einer denkt an Gitte Haenning, ach Gitte, Gitte und Jazz.

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