Delfshausen /Südbäke Als „Kampf der Geschlechter“ kann man das plattdeutsche Theaterstück „De Grillvereen un ehr rodet Auto“, das der Speekoppel des Heimatvereins Südbäke zurzeit aufführt, beschreiben. „Dat rodet Auto“ ist ein Löschfahrzeug der Feuerwehr, damit rast man auch gern mal zum Schlachter, um das Grillgut zu besorgen. Natürlich mit Blaulicht.

Knut Knollenknacker (Jochen Lübs), Bastian Müller (Thorsten Duvenhorst) und Harry Pichler (Henning Pieper) sollen das „Retten-Löschen-Bergen-Schützen“ der Feuerwehr sicherstellen. Als es aber tatsächlich einen Alarm gibt, sind alle drei in heller Aufregung und unfähig, überhaupt irgendetwas zu tun. Die drei können gar nicht mehr Feuerwehr. Sie können nur noch Grillen und Bier trinken.

Kreisbrandmeister Alfons Schaaf (Jens Tapken) will das ändern. Und es kommt noch dicker: Schaaf ernennt Ina Specker (Tomke Bloy) zum Ortsbrandmeister. „Ortsbrandmeisterin“, stellte sie richtig. Seitens der drei Feuerwehrleute werden jetzt alle Register der Frauenfeindlichkeit gezogen. Frauen sind zu schwach, Frauen haben keinen Mut, Frauen sind zu emotional und vieles mehr. Hinzu kommt, dass Ina Specker kein Fleisch mag und auch kein Bier trinkt. Also die Grillfeten können wohl ad acta gelegt werden.

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In den Pausen wird heiß diskutiert. Peter Lübs und Thorsten Wilters sind überzeugt, „dass die Frauen das schaffen“. Ina Specker ordnet zuerst einmal an, dass Helga Knollenknacker (Marianne Hinkelmann) und Else Pichler (Elke Büsing) das Putzen einstellen. „De Mannslüüd“ sollen ihren Dreck selbst wegmachen. Die neue Ortsbrandmeisterin schafft es, die beiden Frauen für die Feuerwehr zu gewinnen. Zum Leidwesen der Männer werden die Frauen auch gleich mit einem Dienstgrad belegt, den die Männer sich teils erst nach Jahren erkämpft haben.

Also, wer soll nun das Sagen im „Spritzenhus“ haben? Grete Knalldall (Elke Westerholt-Bloy) spielt nicht nur ihre Rolle als Tratschtante hervorragend, sie hat auch einen tollen Vorschlag: „Wi mokt en Fürwehr Olympiode“, schlägt sie vor. Frauen gegen Männer. Die Disziplinen haben sowohl Elemente, die viel Kraft voraussetzen, aber auch geistige Fähigkeiten sind gefragt. Auf jeden Fall gilt: Die bessere Mannschaft übernimmt das Regiment bei der Feuerwehr.

Alle Schauspieler zeigten großes Können. Sicher im Text, so dass Topustersche Karin Sorge kaum einschreiten musste. Hervorgehoben werden muss der Auftritt von Jens Tapken: Er hatte seine Rolle erst vier Tage vor der Premiere übernommen und spielte grandios.

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