Wiefelstede „Wir haben immer versucht, uns der Zeit anzupassen“, sagt Anke Eilers, geborene Rabe. Die Inhaberin von Rabes Gasthof in Wiefelstede übernahm die Führung des Traditionsbetriebes 1987 von ihren Eltern Karl und Annemarie Rabe und betreibt das Geschäft seitdem mit ihrem Mann Jan-Gerd. Die Familie Rabe führt den Betrieb allerdings bereits seit 1891 – seit exakt 125 Jahren. Und das soll gefeiert werden – am Dienstag, 3. Mai, ab 18 Uhr. „Mit allen, die sich mit uns verbunden fühlen“, sagt Jan-Gerd Eilers.

Als erstes hatten Anke und Jan-Gerd Eilers 1987 mit dem Bau der dritten Kegelbahn des Hauses begonnen. „Heute kegeln bei uns jeden Monat 91 Gruppen und Vereine“, freut sich Anke Eilers. Überhaupt brummt das Vereins- und Familienlokal, ist Anlaufstelle für alle „von 20 bis 80“, wie es Jan-Gerd Eilers formuliert – und einfach Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Ort. Stammtische treffen sich dort und auch die Vereine sind ebenso regelmäßig zu Gast wie die politischen Parteien der Gemeinde. Mit Saal und Wintergarten sowie Clubraum kann sich Rabes Gasthof dabei sämtlichen Gruppenwünschen anpassen.

1891 kaufte Heinrich Albert Rabe aus Jaderbollenhagen das Anwesen, zu dem damals auch eine Landwirtschaft, eine holländische Windmühle (errichtet 1862) und eine Sägerei gehörten. Er war der Urgroßvater von Anke Eilers. Am 3. Mai 1891 wurde der Gasthof neu eröffnet – unter dem Namen „Gasthof zur Mühle“. Heinrich Albert Rabe führte den Betrieb gemeinsam mit Ehefrau Hermine – „damals noch mit Ausspann für Kutscher, mit Stallknecht und einem Brunnen vor dem Haus als Pferdetränke“, wie es anlässlich der Feier zum 100-Bestehen 1991 in der NWZ  hieß. „Wir vermuten, dass der Name ,Rabes Gasthof‘ von Gustav Rabe eingeführt wurde“, sagt Jan-Gerd Eilers. Gemeinsam mit seinem Bruder Karl hatte Gustav Rabe den Betrieb im Jahr 1923 übernommen – und führte ihn 33 Jahre, bis er 1956 starb. Sohn Karl – der Vater von Anke Eilers – übernahm den Betrieb mit Ehefrau Annemarie und setzte die Gaststättentradition weitere 31 Jahre fort – bis 1987.

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Ungeachtet des aktuellen „Familienjubiläums“ ist der Gasthof viel älter, seine Anfänge gehen auf die Zeit um 1530 und die Familie Ovie zurück. Ab 1737 führte die Familie Kuck den Betrieb, Johann Friedrich Kuck ließ 1862 auch die Windmühle erbauen. Die Mühlenstraße gibt noch heute Aufschluss über ihren einstigen Standort.

Anke und Jan-Gerd Eilers sind froh, dass der Betrieb auch dann von der Familie weitergeführt werden wird, wenn sie sich irgendwann mal entscheiden, aufzuhören: Denn längst arbeiten Tochter Nicole Tietjen und Ehemann Thilo im Unternehmen mit.

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