Rastede „Der Raum hier ist kleiner, aber von der Atmosphäre sehr toll. Leider fehlen Kaffee und Kuchen.“ Zuschauerin Almuth Schumacher hatte am Sonntag bei der Erstaufführung des plattdeutschen Theaterstücks „August(e) störmt das Olenhuus“ von Jürgen Seifert, gespielt von der Späälkoppel des Heimatvereins Rastede, nur wenig zu kritisieren. Zum ersten Mal fand die Aufführung im Mühlenhof statt und nicht mehr im „Hof von Oldenburg“.

Sowohl die Besucher als auch die Akteure auf der Bühne mussten sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Da der Saal im Mühlenhof über keine Bühne verfügt, mussten entsprechende Elemente besorgt werden. Und auch der Vorhang wurde neu installiert. Dennoch war am Ende das, was die Zuschauer zu sehen bekamen, keine Improvisation.

Weitere Termine

Der Dreiakter „August(e) störmt das Olenhuus“ wird noch sechs Mal im Mühlenhof zu sehen sein. Am Mittwoch, 8., am Freitag, 10., am Mittwoch, 15., am Mittwoch, 22., und am Freitag, 24. November, jeweils ab 20 Uhr. Am Sonntag, 19. November, findet eine Nachmittagsveranstaltung ab 16 Uhr statt. Restkarten gibt es für alle Vorstellungen im Mini-Markt in Rastede.

„Natürlich mussten wir das Bühnenbild dem vorhandenen Platz anpassen“, erzählte Sabine Richter, die Regie führt und gleichzeitig auf der Bühne steht. „Und auch bei der Handlung gab es einige Anpassungen, die dem Platz geschuldet waren. Aber es ist hier total kuschelig und gemütlich mit einem schönen Ambiente.“

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Die Besucher waren größtenteils nicht nur von der zu einem plattdeutschen Theaterstück passenden Umgebung begeistert, sondern auch von dem, was auf der Bühne gezeigt wurde. Mit viel Witz und Humor wurde in der gut zweistündigen Aufführung ein Schlaglicht auf die Situation von alten Menschen geworfen, die in einem Altersheim leben (müssen).

Späälbaas Bernd Evers spielt den Heimbewohner Otto Schaaf, der in einem Doppelzimmer seinen Mitbewohner verliert. Als neuer Mitbewohner zieht August Prödel (gespielt von Ingeborg Kohn) ein, was allerdings auf eine Schlamperei in der Verwaltung zurückzuführen ist. Denn in Wirklichkeit heißt August nämlich Auguste und ist eine Frau.

Diesen Lapsus versuchen der leitende Arzt Dr. Helmut Schmalstich (Peter Icken) und seine Pflegedienstleitung Monika Singer (Tanja Bruns) mit allerlei Tricks auszubügeln. Und während die Tochter von Auguste, Bärbel Solei-Prödel (Astrid Schneider), dem Arzt hinterher schmachtet, möchte die Heimbewohnerin Helga Krawuttke (Hildegard Kröger) unbedingt in das Zimmer von Otto. Nur Raumpflegerin Eische (Sabine Richter) scheint noch den Überblick zu haben.

Mit der Premiere am Sonntag feierte der Dreiakter „August(e) störmt dat Olenhuus“ seine deutsche Erstaufführung. Auch wenn der Spaß und die gute Unterhaltung im Vordergrund standen, gab es einige nachdenkliche Sequenzen, die ein Schlaglicht auf die Lebensverhältnisse von Senioren in Altersheimen warfen. Wenig zu tun hatte Elfriede Meinert als Souffleuse, da sich die Laiendarsteller insgesamt sehr textsicher zeigten.

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