Rastede Das 42. Ellernfest dominierte am Wochenende das Leben in Rastede. Bei gutem Wetter herrschte ein reger Zuschauerzuspruch, weit über zehntausend Besucher trafen sich an den drei Tagen auf dem Festgelände. Die Veranstalter hatten wohl den richtigen Unterhaltungsmix gefunden, um dem Motto „Ein Fest von den Bürgern für die Bürger“, das in den Reden ausdrücklich positiv betont wurde, gerecht zu werden.

Messerattacke in Rastede: 18-Jähriger sticht zwei Männern in den Rücken

Am Freitagabend gelang es Klaas Tucholke und DJ Chris Packer mit der Energy-Bremen-Partynacht direkt, beste Stimmung ins Festzelt zu zaubern. Unterstützung fanden sie in der gelungenen Performance einer futuristischen Lasershow. Bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen und vor allem friedlich gefeiert. Der gute Besuch war schon früh eine Belohnung für das starke Team des Verkehrsvereins um den 1. Vorsitzenden Lars Blohm und seines Stellvertreters Carsten Kundt, die sich seit Wochen bereits nicht geschont hatten, um den Rastedern ein tolles „Ellernfest“ zu präsentieren.

Am frühen Samstagmorgen standen dann die traditionellen Programmpunkte mit Ellernprüfung und Ellernrede an. Zu den Klängen eines musikalischen Frühschoppens der „Hydranten Kapelle“ war das Festzelt schon lange vor Rede-Beginn gefüllt. Zuvor jedoch musste Bürgermeister Dieter von Essen mit den Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien die Ellernprüfung bestehen. Diese verzögerte sich kurz, weil Unbekannte nachts das Floß am Ufer gelöst hatten und es erst einmal wieder in die Startposition gebracht werden musste. Dann aber klappte alles wie am Schnürchen und der Bürgermeister konnte alle Fragen, den Ellernteich betreffend, zur Zufriedenheit des Gremiums beantworten. Anschließend stand der Kegelclub „Morgenröte“ von 1926, angereist in einem etwa 100 Jahre alten Ford-T-Modell, bereit, um mit drei Kanonenböllern den Tag endgültig zu eröffnen. Altvater Jochen Oels nutzte den Anlass, um nach 20 Jahren den Vorsitz und die Altvaterkette des Kegelclubs in die Hände von Hinrich Brader zu übergeben.

Im Festzelt begrüßte Bürgermeister von Essen anschließend die vielen Gäste und betonte den Unterhaltungswert und die Vielfalt des Ellernfestes. Institutionen, Kindergärten und Vereine sowie der Rasteder Einzelhandel böten einen umfassenden Überblick auf das Leben in der Gemeinde. Das alles inszeniert auf dem Fundament der ehrenamtlichen Mitarbeit.

Lars Blohm gab dann unter den Ahhhs und Ooohs der Zuschauer den Namen des Ellernredners bekannt. Alfons Langfermann berichtete in launigen Worten humoristisch von den Erlebnissen und Erkenntnissen einer Radtour durch den Residenzort. Das Publikum dankte ihm abschließend mit starkem Applaus.

Dann war der Weg für die Gäste frei, das Fest und die Gewerbeschau in Beschlag zu nehmen. Gerade die Gewerbeschau, erstmalig nach drei Jahren Pause von Dörte Osterloh und Henning Spille organisiert, zog die Menschen an.

Im Verlaufe des Tages war nahezu ganz Rastede auf den Beinen. Insgesamt etwa sechstausend Menschen pilgerten auf den Festplatz, um bei Tauziehen, Streetdance, Kampfsport Demonstrationen und Musik bestens unterhalten zu werden.

Abends ging die Post bei der Schlagernacht mit der Band „Line Six“ und dem Auftritt von Nino de Angelo allerdings erst richtig ab. Gegen 2.45 Uhr wurden die Mikrofone endgültig abgeschaltet. Mit dem etwas beschaulicheren Familientag endete am Sonntag ein gelungenes und harmonisches Ellernfest 2018.

Weitere Nachrichten:

Ford Motor | Line Six | Jahrmarkt | Ellernfest | Gewerbeschau

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.