Rastede Eine 3,50 Meter hohe Skulptur aus Eiche erinnert an die ehemalige Sägerei Brötje in Rastede. Der Künstler Erwin Rodenberg hat sie geschaffen, am Donnerstag wurde das Kunstwerk mit Hilfe eines Krans an der Mühlenstraße aufgerichtet.

Zur Geschichte

Das Sägewerk wurde 1875 von Heinrich Brötje gegründet. Unter Hermann Brötje, der die Geschäfte ab 1935 führte, wuchs das Werk. Als Oltmann Brötje 1981 die Nachfolge antrat, war die Situation in der holzverarbeitenden Industrie schwieriger geworden. Er verlagerte den Schwerpunkt mit Erfolg auf Privatkunden. 2015 wurde der Betrieb eingestellt, weil sich kein Nachfolger fand.

„Bewundernswert“ nannte Oltmann Brötje die Arbeit. Er hatte das Sägewerk bis zur Aufgabe des Betriebs im Jahr 2015 geleitet. Seit 1875 hatte die Sägerei das Ortsbild geprägt. Nach dem Abriss der Gebäude entstehen auf dem Gelände vier Wohnhäuser.

„Die Skulptur ist eine Bereicherung für Rastede“, sagte Maurermeister Uwe Jürgens aus Wiefelstede. Er baut auf dem ehemaligen Sägerei-Gelände die neuen Wohnhäuser. Zwei von ihnen sind fertig, die beiden anderen im Bau.

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„Der Eichenstamm war Teil des Holzkrans, der hier früher stand“, berichtete Rodenberg. Als das Sägewerk aufgegeben wurde, weil sich kein Nachfolger für einen Weiterbetrieb fand, überließ Brötje dem Künstler den Stamm.

Aufgestellt wurde die Säule auf einem runden Granitstein, der Teil der alten Brunnenanlage auf dem Rasteder Marktplatz war. Diese war vor einem Jahr abgerissen worden. Der Stamm steht nun nur wenige Meter entfernt von jener Stelle, an der sich einst der alte Holzkran befand.

Zur Skulptur gehört ferner der Buchstabe „R“, der für den Residenzort Rastede steht. Er wurde aus 16 Stäben nicht rostenden Stahls gefertigt. Rund 250 Meter Stahl wurden verarbeitet, sagte Rodenberg.

Das „R“ endet in einer transparenten Weltkugel, mit der die Weltoffenheit Rastedes symbolisiert werden soll, erklärte der Künstler und sagte: „Die Skulptur stellt durch die Verwendung der Materialien und deren Verarbeitung eine Verbindung von Tradition und Moderne dar.“

Rodenberg wurde bei seiner Arbeit kräftig unterstützt. Beim Schweißen half Klaus Görke aus Nethen, beim Aufbau packte Alfred Stalling mit an. Und Oltmann Brötje kümmerte sich unter anderem um den Transport.

Uwe Harms als Vorsitzender des Beirates Kommunalmarketing vermittelte den Kontakt zur Gemeinde, wo Fragen der Finanzierung und Rechtliches geklärt werden mussten. „Die Skulptur wird noch mit einer Hinweistafel versehen“, kündigte Rodenberg an. Darauf sollen Erläuterungen zu dem Kunstwerk und zum Zusammenhang mit der ehemaligen Sägerei Brötje gegeben werden.


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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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