Bad Zwischenahn Rock, Jazz und Pop auf der Blockflöte – wie sich das anhört, erlebte ein begeistertes Publikum in der ausverkauften Rostruper Motormühle. Hier präsentierte das Trio „Wildes Holz“ Musik auf der Blockflöte einmal anders und bescherte Musikfreunden mit mitreißendem Holz-Sound einen außergewöhnlichen Hörgenuss der besonderen Art.

„Heute Abend gibt es was auf die Ohren“ kündigte Gastgeber Bernhard Kühne vom Förderverein für Mühlen und Kultur – Zwischenahner Kirchmühle das Trio aus Recklinghausen an. Und er versprach nicht zu viel. Unter ihrem Wahlspruch „Freiheit für die Blockflöte“ brachten die drei Musiker um Flötist Tobias Reisige einen ureigenen, klangvollen Sound auf die Bühne der Motormühle, der seinesgleichen sucht.

„Hin und weg“ hieß das Bühnenprogramm und hin und weg waren auch die Zuhörer. Zusammen mit dem Gitarristen Anto Karaula und Markus Conrads gelang es dem Flötisten, mit atemberaubenden Darbietungen wahre Begeisterungsstürme auszulösen. Zu hören waren neben meisterhaften Improvisationen und gewagten Versionen aus Jazz, Rock und Pop wie auch eigene Kompositionen, die überzeugten.

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Schon beim jazzigen Entree sprang der Funke über; angesteckt vom rasanten Spieltempo, Spielfreude und virtuoser Beherrschung der Instrumente, spendeten die Zuhörer spontan Applaus. Mit einer Hommage an den Sänger Stevie Wonder gelang eine glänzende Version von „Superstition“, in der die Flöte zusammen mit dem Bass brillierte. Und mit einer eigenwilligen, klangschönen Improvisation des bekannten Songs von Lou Reed „Walk On The Wild Side“, kam der unverkennbare wilde Holz-Sound des Trios überdeutlich zum Ausdruck. Dabei gab wieder einmal die Flöte mit unglaublichen Triolen den Ton an, perfekt begleitet von Gitarre und Kontrabass.

Im Laufe des Abends brachte Reisige die komplette Blockflötenfamilie zum Einsatz, von der Blockflöte über die Sopran- und Altflöte bis zur Tenor- und Bassflöte. Zum Erstaunen des Publikums spielte er auch auf einer riesigen Knick-Bass-Blockflöte sowie auf einer zwei Meter großen Sub-Kontrabass-Flöte.

Die drei Musiker spielten mit Hingabe, Leidenschaft und großer Spielfreude und konnten ihr Publikum fesseln. „Wir probieren erst einmal, ob uns die Stücke Spaß machen und versuchen dann, auf unsere Art zu interpretieren“, machte Reisige deutlich. Dass das gelang, zeigte der tosende Applaus. Zum Abschluss fetzte „Wildes Holz“ mit hartem Rock nochmals richtig los, und die drei Musiker hoben ab auf der kleinen Bühne der Motorbühne, angefeuert vom bebenden, nicht enden wollenden Beifall.

Musikfans können sich schon jetzt auf nächste Jahr November freuen: Dann ist das Trio wieder in der Motormühle zu hören.

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